Was ist die richtige Sportswear für den kommenden Sommer? Zum Auftakt der Orderrunde führt die Frage bei HAKA-Einkäufern regelmäßig zu starkem Kopfzerbrechen. Die vergangene Saison gestaltete sich für die Verantwortlichen der Jacken-Abteilungen äußerst schwierig – vieles hängt jetzt noch auf der Fläche. Welche Jacken bringen also künftig den Erfolg – auch bei wechselhaftem Wetter?

Sind es moderne Travel-Modelle aus Nylon, farbige Lederjacken, leichte Sommerdaunen, sportive Stepper - oder kreative Kombinationen aus Klassikern wie dem Fieldjacket und den derzeit so viel besprochenen Casual-Sakkos? Jetzt heißt es nachdenken, bevor es nach Berlin auf die Messen geht. Nahezu alle Genres und Styles sind dort vertreten – das Angebot enorm. Was brauchen die Männer? Wie wird der Look und welche Jacke passt am besten dazu?

Auf der Suche nach Antworten lohnt sich der Blick in modisch spitze Kollektionen und Sortimente informierter Händler. Denn dort zeichnet sich das Comeback eines Allstars ab: der Bomber-Jacke. Schon seit einiger Zeit bahnt sie sich ihren Weg von der Streetwear zurück an die modische Spitze. Und mittlerweile sind Bomber-Styles in der Outer- und Knitwear längst wieder im Top-Genre angekommen. Auch dem Besucher der 84. Pitti Uomo in Florenz blieb dies nicht verborgen – der Bomber-Hype hat auch dort zahlreiche Labels erfasst: Herno, Peuterey, Closed, Roberto Collina, D.A. Daniele Alessandrini, DKNY Men sind dabei, aber auch äußerst progressive Hersteller wie White Raven, Pedaled und Nanamica bis hin zu Strickspezialisten wie Annapurna und Daniele Fiesoli. Sie alle haben unterschiedliche Bomber-Styles im Programm für Sommer 2014. Riccardo Coppola, Creative Director der Peuterey Group, glaubt zu wissen warum: „Bomberjacken sind leicht, sportiv und für Männer-Looks vielseitig einsetzbar."

Die Kampagnen der Hersteller zeigen es: Bomber-Jacken lassen sich smart zu Hemden und schmalen Krawatten inszenieren, sportiv wird das Styling zum bedruckten T-Shirt und feinen Polo-Hemden. Darüber hinaus bieten kurze Bomberjacken genügend Platz für die Präsentation cooler Chinos und markanter Denims als kernige Alternative zum omnipräsenten Sakko Chino-Look. Hinzu kommt die kernige Ausstrahlung der Fliegerjacke – und Maskulinität ist als Stilmittel quer durch alle Genres stark im Kommen. Mit ihren zahlreichen Taschen, auffälligen Zippern, Strickdetails, kontrastierenden Futtern werden Bomber-Jacken, was das Visual-Merchandising betrifft, im Handumdrehen zum Hingucker auf der Fläche.

Doch geht es um das Thema Eleganz hat die Bomber-Jacke das Nachsehen. Denn aufgrund ihrer natürlichen O-Silhouette steht sie im krassen Gegensatz zum derzeitigen Slim fit-Trend. Modern – das heißt für viele Verbraucher und Händler derzeit schlank geschnitten, und das sind Flieger-Blousons nun wirklich nicht. Aber die Sortimente verändern sich. Und womöglich kommen die Bomber-Jacken allein schon deswegen im nächsten Sommer dick ins Geschäft.