Es ist längst kein Rumoren mehr. Die Wollhose hat sich für den kommenden Herbst in Position gebracht. In topmodischen Sortimenten war sie schon aktuell ein heißes Thema und hat sich gut verkauft. Ein warmer, softer Griff, ein edles Grau, verstrichene Glenchecks, Pepitas und Schattenstreifen. So macht sie die erfolgreiche Chino-Optik winterfit.

Schneiders
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Und das muss sein, denn mit der schnöden, schlanken Baumwollhose können progressive Händler längst keinen Kunden mehr überraschen. In Beige, in Knallfarben, superschlank und abgewetzt. Die typische Chino aus Baumwolle ist durchgenudelt bis zum geht nicht mehr – zumindest bei den Modeinteressierten. Klar, sie wird auch weiterhin ihre Käufer finden.

Innovation hingegen zeigt der Handel mit der sportiven Wollhose, die wie keine andere für den Trend zur neu interpretierten Klassik steht. Für die coolsten Jungs ist das vermeintlich uncoole cooler denn je. Er sucht das Klassische, will damit spielen, sich zeigen.Doch solch ein Typ muss das gute Stück auch finden.

Die Wollhose hat das Potenzial zum Durchstarten, aber sie muss auch richtig präsentiert werden. Zwischen den Tuchhosen zum Sakko ist sie sicher deplaziert. Zwischen lässigen Jeans und schlanken Chinos kann sie sich indes so richtig entfalten. Die ältere Kundschaft wird sie im Crossover mit einer Five-Pocket-Lösung als jünger und lässiger empfinden und hier und da ebenfalls zugreifen. Für den jungen Kunden wird sie mit ultraklassischen Leistentaschen, Flatfront und in schlankem Schnitt zum Must have.

Ganz aus Wolle muss sie sicher auch nicht sein. Raffinierte Mischungen kratzen nicht, fühlen sich gut an. Geld ausgeben für die Reinigung ist dann auch kein Thema. Nach einer durchzechten Nacht kann das gute Teil auch gern mal bei 30 Grad in der Waschmaschine landen. Danach sollte man aber schleunigst zum heißen Eisen greifen, denn der gekonnte Bügelbruch darf als i-Punkt nicht fehlen.