Daunenjacke aus, Sakko an. Bei steigenden Temperaturen steigt auch das leichte Sakko in der Gunst der Männer. Und dieser Sommer wird ein Sakko-Sommer, das kann man jetzt schon sagen. Gelobt wird das unkomplizierte Produkt vor allem aufgrund seiner großen Kombinationsvielfalt. Ob zur Chino, Jeans oder Leinenhose, über Cardigan, leichtem Strickpullover oder Hemd – das Sakko entpuppt sich als Allrounder zum Reinschlüpfen. Aber Sakkos gibt es viele. Wie muss es beschaffen sein, damit es sich jetzt zum Topseller entwickelt? Das sagt der Handel:

Massimo Dutti
Massimo Dutti


Johannes Dunschen, Delbrück: „Wir sind zufrieden mit dem Saisonverlauf. In der Konfektion sind es lässige Sakkos, die wir gut verkaufen, Blazer & Co. zeigen sich jetzt allerdings mit weniger kontrastigen Dingen wie Patches, sondern eher in tonigen Varianten. Außerdem sind sie in der Tendenz natürlich schmal und kurz. Bei den Farben gewinnt Blau zum Frühjahr traditionell. Gut kommen auch die jungen Linien der Konfektions-Anbieter an."

Thomas Bode, Stackmann Buxtehude: „Generell lief der März gut. Wenn das im April so weitergeht, können wir zufrieden sein. Casual-Sakkos laufen gut, zum Beispiel von Marc O'Polo oder Tommy Hilfiger. Von Marc O`Polo gibt es eines in Quietschgrün, für 199,- Euro, das funktioniert sehr gut. Anscheinend haben die Männer in Buxtehude echt viel Lust auf Farbe. Das Patch ist oft weiterhin dran am Sakko, muss jetzt aber nicht mehr erwähnt werden."

Roman Pollozek, Pollozek, Pfarrkirchen: „Auch das Casual-Sakko läuft, zum Einen von Boss Orange oder Drykorn, zum anderen von CG oder Benvenuto Purple Label. Patch? Ganz egal ist das nicht. Das ist ein willkommenes sportives Element. Auch wenn es nicht mehr allzu plakativ sein darf. Hauptpreislage: Um die 200,- Euro.

Christine Teiml, Garhammer, Waldkirchen: „Sakko? Etwas angewaschen muss es sein. Blaues Baumwoll-Styles laufen gerade gut. Zum Beispiel von Marc O'Polo, Scotch&Soda oder Drykorn. Preislage 200-250 Euro. Hier sind neben Blau eher Nichtfarben gefragt. Wir haben auch mal ein Rotes dazwischenhängen - das läuft aber eher schleppend."

Ulrich Theis, Theis Herrenmode in Hof/Westerwald: „Legere Sakkos verkaufen wir derzeit sehr gut, vor allem in Kombination zum Klassiker Jeans oder zur Chino in Blau, Schwarz und Ziegelrot. Besonders beliebt sind Sakkos ohne Fütterung in Blau-, Beige-, oder Kakitönen. Bequem, leicht und nicht zu konservativ soll es sein. Immer öfter werden Sakkos auch anstelle eines Blousons getragen. Camel ist bei der Kundschaft besonders gefragt, aber auch Bugatti und Roy Robson.

Marcus Paulus, Bob Men, Hamburg: „Sakkos von Iceberg sind der Renner. Insbesondere weiche Modelle mit gewaschener Optik in Baumwolle oder Seiden-Leinen-Qualität, die ähnlich wie Strickjacken gearbeitet sind. Generell kann das Sakko natürlich wegen seiner großen Kombinationsvielfalt bei den Männern punkten. Auffallende Farbe spielt dabei, trotz des derzeitigen Trends, nur eine untergeordnete Rolle. Dezente Farben, Blautöne gehen besonders gut. Zu einem Sakko sind Chinos bei unserer Kundschaft momentan beliebter als Jeans."