Alles auf Anzug. Ein Menswear-Klassiker erobert die Womenswear. Aber alles andere als spießig. Sattdessen bricht der Zweiteiler deutlich aus bekannten Bahnen aus. Statt als reines Business-Modell werden die neuen Styles klar als Fashion-Statement inszeniert. Das erfolgt mit unterschiedlicher Intensität.

Tailoring

Von progressiven Sortimenten bis in den Mainstream strahlen neue Spielarten klassischer Tailoring-Ideen. Hier wird meist an nur einer Stellschraube gedreht: Farbe oder Silhouette. Insbesondere Pastelle sind aktuell auf dem Vormarsch. Millennial Pink ist unübersehbar. Hinzu kommen lichte Grün-, Blau- und Gelbtöne. Alternativ wird massiv an der Formensprache gedreht. Vor allem Oversized-Styles, wie sie bereits im Blazer-Business präsent sind, greifen Raum. Daneben werden schlanke, scharfe Styles jedoch nicht überflüssig. Sie spielen mit Stretch-Fabrics und einer von Tracksuit und Co. abgeleiteten Power-Ästhetik. Funktioniert zum Sneaker genauso wie zur weißen Stiefelette.

Training

Der bereits angesprochenen Tracksuit ist jetzt endgültig salonfähig. Dabei geht es weniger um reinrassige (Retro-)Sport-Modelle, als um Fashion-Statements, die bekannte Elemente der Trainings-Klassiker aufgreifen. Galonstreifen, Zipper, Bündchen bis hin zu Logo- und Wording-Applikationen stehen hier oben auf der Agenda. Neben Chest- und Backprints sind vor allem Sleeve-Prints Aufsteiger der jüngsten Saison. Auch verspielte Elemente wie Volants oder härtere Brüche, etwa über Materialmix und Colourblocking, sind als Eyecatcher willkommen. Nicht zuletzt kommt Farbe bei den Sportsfreunden deutlich offensiver zum Einsatz. Volle Pulle statt Pastelle, lautet die Devise.

Working

Harte Angelegenheit. Mit dem Trend um neue Suits bekommt ein besonderes Modell neuen Rückenwind: Der Einteiler. Sogenannten Boilersuits, eigentlich unverwüstliche Schutzhülle für körperlich schwierige Arbeiten im produzierenden Gewerbe, werden jetzt auf Fashion und Formalwear gedreht. Zumindest teilweise. Während die Macher von Workwear-Brands wie Dickies den guten Bekannten nur leicht modifizieren, ihn via Backprints urbanwear-tauglich machen, hat Pharell für das Denim-Label G-Star, an dem er auch beteiligt ist, Hybride zwischen Workwear und Office-Anzug entworfen. Geräumige Schnitte und unkomplizierte Attitüde treffen hier auf klassische Tuche, wie man sie aus der britischen und italienischen Formalwear kennt. Fashion-Brands wie Closed oder Sandro bringen noch mehr smarten Schliff in die Styles und machen den Einteiler so zu einem Modell, dass sich fürs Meeting genauso eignet wie für die Vernissage.
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