Er ist ein Reizthema – immer wieder: der Blazer. Für die einen cooles Tailoring und neuer spannungsreicher Counter-Part zu knöchellangen Blumenkleidern. In dieser Form war er in der absoluten modischen Spitze schon in diesem Herbst Aufsteiger und trendiges Must-have.

Nicht nur bei Matchesfashion.com bezeichnet Buying-Director Natalie Kingham Tailoring als das Schlüssel-Wort dieses und auch des nächsten Herbstes. Für die Macher progressiver Kollektionen ist er damit für kommenden Herbst in den Kollektionen unbedingt gesetzt. Für die anderen ist der Blazer immer noch Angst- und Unwort. Zu oft wird er mit Klassik, Spießigkeit und typischen Businesslooks in Verbindung gebracht. Viele Einkäufer sind deshalb auch unsicher in der Gewichtung des Blazers.

Doch das moderne Contemporary-Sakko hat nichts mit herkömmlichem Büro-Mief zu tun. Es wirkt nicht kostümig, nicht offiziell, nicht bürokratisch. Der neue Blazer steht für Lässigkeit, Entspanntheit, Coolness. Denn er ist eher oversized geschnitten, länger und hat eine Schulter mit Kontur. So funktioniert er auch als Jacken-Ersatz. Die kommerziellere Variante dazu ist einfach länger und nicht tailliert, ohne oversized zu sein. Auch kräftige Farben wie Blau und Rot oder Muster mit klaren Karos und Glenchecks auch mal in Farbe sorgen für den entsprechenden Schuss Ironie. Lässig wird der Blazer aber auch über seine neuen Outfit-Partner. Eben das Maxikleid und die derben Boots, das Statement-Shirt und die Track-Pant, die Workerhose und das Sweat, der Tüllrock und das Hoodie. Auf keinen Fall und nie klassisch. Wie die Macher im Contemporary-Markt den Blazer einschätzen und umsetzen – hier der Überblick:
Mehr zum Einkauf Herbst 2018
Kati Wempe im Gespräch

Fokus Einkauf: „Stil-Beratung ist der Kern”

Kati Wempe
Womenswear Order Herbst 2018

Fokus Einkauf: Die neue Farbenlehre

Baum und Pferdgarten
Menswear-Order Herbst 2018:

Fokus Einkauf: Sakko-Sortimente im Umbruch

Eduard Dressler