Gabors Geschichte

1949:
Bernhard und Joachim Gabor gründen in Barmstedt bei Hamburg eine Schuhfabrik. Sogenannte Jedermann-Schuhe waren der Anfang

1952: Die erste eigene Fabrik wird in Barmstedt gebaut, die Gabor-Californias, Sandalen nach kalifornischer Machart, sind der Renner. Später werden sie durch Ago-Ballerinas abgelöst

1956: Gabor setzt als erstes Unternehmen in Deutschland vorgefertigte Sohlen für die Ago-Produktion ein

1959: In Barmstedt wird entsteht ein zweites Werk

1960: Gabor nimmt in Spittal an der Drau in Österreich die Produktion auf, neun Jahre später entsteht ein zweites Werk

1966: Mitbegründer Bernhard Gabor stirbt. Rosenheim wird neuer Firmensitz. 60 Familien ziehen von Barmstedt nach Rosenheim

1971: Die 100 Mill. DM-Umsatzhürde wird überschritten. Gabor bringt mit AnaNina ein Komfortprogramm auf den Markt, der Vorgänger von Gabor Comfort

1973: Bau eines Hochregallagers in Spittal. Im Iran wird die Gabor Iran Shoe Company gegründet und eine neue Produktionsstätte gebaut, 1980 werden nach dem Regierungsumsturz die Aktivitäten dort eingestellt

1976: Neben Spittal und Lienz/Osttirol (1974) wird jetzt auch in Villach produziert. Gabor übernimmt dort den in Schwierigkeiten geratenen Medicus-Betrieb und sichert damit 100 Arbeitsplätze

1980: Gabor übernimmt die US-Schuhhandelskette Prague’s. 1997 steigt das Unternehmen wieder aus dem US-Geschäft aus. Im steierischen Deutschlandsberg wird mit der Schäfteproduktion begonnen

1986: Das Ostgeschäft kommt infolge Devisenmangel fast vollständig zum Erliegen. Der Markt zwingt zu weiteren Produktionsverlagerungen ins Ausland. In Portugal wird die Schäfteproduktion aufgenommen

1987: Gabor steigt mit Holly Jollys Relaxing Shoes in den modischen Freizeitmarkt ein. Die Zweigstepperei in Lienz wird geschlossen

1991: Das neue Werk in Silveiros/Portugal wird in Betrieb genommen, die Verwaltung von Trofa nach Silveiros verlegt. Das Stammwerk in Barmstedt schließt, kurz danach auch die Produktion in Deutschlandsberg

1994: Ein Teil der Rosenheimer Produktionshalle wird in ein Kreativcenter umfunktioniert

1995: Umwandlung in eine AG

1996: Start der Produktion in der Slowakei in Banovce

1998: Launch von Männerschuhen

2001: Übernahme der Lizenz für Camel active Footwear und Lizenzvergabe für Gabor Bags, 2004 folgt die Lizenz für Schuhpflegemittel

2003: Konsumflaute bei Gabor. Produktionskapazitäten und Kosten werden angepasst, die Musterfertigung wird von Rosenheim nach Spittal verlegt, die Produktion in Portugal konzentriert sich ab 2004 auf den Standort Silveiros, Trofa wird geschlossen

2005: Joachim Gabor übergibt die Unternehmensleitung an seinen Sohn Achim und wechselt in den Aufsichtsrat, 2013 stirbt er

2006: Gabor bringt ein Konzept für verschiedene Stiefelweiten auf den Markt, ein Jahr später starten die Kinderschuhe, die Lizenz wird 2015 aufgegeben

2008: Gabor übernimmt die spanische Eco-Schuhmarke Snipe, stellt den Vertrieb jedoch 2013 ein

2016: Start mit Sportschuhen. Gabor fertigt das 300 Millionste Paar Schuhe. Der Umsatz liegt bei 396 Mill. Euro, davon entfallen 347 Mill. Euro auf die Marke Gabor. Der Exportanteil beträgt knapp 52%. Es gibt weltweit 629 Flächen, davon 175 Stores, hierzulande sind es 188 Flächen, davon 54 Stores, Wiederum 15 von denen werden in Eigenregie betrieben. In den eigenen Werken in Portugal und der Slowakei arbeiten 2800 Angestellte, in Rosenheim sind es 470

2017: Sneaker-Pup-up eröffnet zusammen mit Aktiv Schuh in Berlin