Esprit will wieder wachsen
Esprit-CEO Ronald van der Vis will mit einem Sechs-Punkte-Plan das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen. Es soll effizienter aufgestellt, die Kollektionen klarer positioniert und modischer ausgerichtet sowie die Expansion selektiver werden. Diese Pläne stellte van der Vis der TW in einem exklusiven Interview erstmals vor.
Für rückläufige Umsätze in den vergangenen rund anderthalb Jahren macht er neben den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch hausgemachte Probleme verantwortlich. „Die eindeutige Handschrift der einzelnen Kollektionen wurde teilweise verwässert, und es gab zu wenig modische Impulse", urteilt er. Zudem wolle er in der Distribution künftig mehr auf die Qualität statt auf Quantität setzen und mit den Händlern wachsen. „Die Partner bekommen von uns mehr Unterstützung, dafür erwarten wir ein klares Bekenntnis zu Esprit. In der Vergangenheit waren wir vielleicht zu arrogant. Doch Arroganz ist in diesen Zeiten fehl am Platz. Bescheidenheit ist eher gefragt. Wir müssen enger zusammenrücken."
Van der Vis berichtet darüber hinaus über etliche Neuerungen. In diesem Frühjahr wird eine breite Marketingkampagne lanciert. Die Schaufenster der Stores bekommen neue Figuren und ein neues Styling. Seit März gibt es erstmals ein Magalogue für Verbraucher, das online zu sehen ist und in den Stores ausliegt. An das neue SAP-System werden jetzt nach und nach alle Divisionen angeschlossen. Mit dem Logistikdienstleister Fiege ist ein Vertrag über ein neues Logistik-Center unterzeichnet worden, das in Mönchengladbach gebaut wird.
Die neuen Ladenbaukonzepte in Hongkong und Oldenburg werden in weiteren Filialen getestet. Für das Oldenburger System sind drei weitere Läden geplant, einer davon wird im April in Düsseldorf in den Schadow Arkaden wiedereröffnet. Nach dem Hongkonger Vorbild soll in New York ein Store an den Start gehen. Esprit hat erstmals eine Lizenz für Gepäck vergeben. Es gibt eine Schmucklinie für Collection, und im Sommer kommt ein neuer Duft auf den Markt.
Das Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der TextilWirtschaft ab Donnerstag.
Kommentar schreiben