Konzentrierte Arbeitsatmosphäre in Düsseldorf
Seit dem Wochenende ist der Orderplatz Düsseldorf mit
CPD,
Fashion House,
Halle 29 und den über die Stadt verteilten weiteren Showrooms wieder zu einem wichtigen Anziehungspunkt für die Modebranche geworden. Die positive Stimmung aus Berlin setzt sich auch in Düsseldorf fort. Das Order-Wochenende rund um den CPD-Termin wird intensiv als Arbeitsplattform genutzt. Die Einkäufer sind wieder offener für neue Kollektionen und vor allem im Premiumsegment gezielt auf der Suche nach individuellen Labels.
Das modische Bild der sportiven Einzelteiligkeit kommt generell gut an. Fellwesten, Strick und schmale Hosen bleiben die Topthemen. Neben den modischen Trends ist nach der Bekanntgabe des neuen
Showroom-Konzeptes der Igedo Company auch die weitere Zukunft der Messe immer wieder ein Gesprächsthema in den Schauräumen.
Am Samstag und Sonntag herrschte im Düsseldorf Fashion House reger Verkehr. In manchen Showrooms waren alle Tische mit schreibenden Kunden belegt. Bereits zu Beginn dieser Order zeigten sich etliche Anbieter zufrieden - über die Stimmung, die Orderzahlen und auch die wiederkehrenden russischen Kunden. Für Diskussionen sorgt die geplante
Halle 30, die Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden soll. Etliche namhafte Modeanbieter aus dem DFH haben sich um einen Platz beworben. Wenn die Großen ausziehen, sieht es bald noch düsterer für das reizlose Modezentrum aus, ist bei vielen zu hören. Und zahlreiche Unternehmen fragen sich, ob sie in Düsseldorf oder in Berlin in Showrooms investieren sollen.
Robert Kuipers, Verse: „Die Stimmung ist besser, als im vergangenen Jahr um diese Zeit. Die Kunden sind zwar vorsichtig, aber doch optimistisch."
Michael Alten, Olsen: „Die wichtigen Kunden kommen und die Stimmung ist positiv, vor allem was Strick betrifft. Allerdings werden die Limits für diese Produktgruppe weiter nach hinten verschoben. Zuerst werden Blusen und Shirts geordert. Der Handel fordert Mode, Mode, Mode. Innovationen statt Bestseller-Management ist das Gebot der Stunde. Und es herrscht eine große Offenheit für neue Labels. Viele Kunden expandieren, aber wir spüren auch Kundenausfälle durch Insolvenzen."
Angela Bertrams-Cosse, Monari: „Wir erleben eine gute Stimmung und können bisher ein Vororderplus im Kunde-zu-Kunde-Vergleich erzielen. Erfreulich ist auch, dass wieder verstärkt russische Kunden nach Düsseldorf kommen und fleißig Aufträge schreiben."
Marc Freyberg, Brax: „Die Halle 29 ist sehr gut besucht. Die Frequenz ist mindestens auf Vorjahreshöhe. Die Kunden sind nicht so verunsichert, wie vor einem Jahr."
Stella A. Ahlers, Ahlers: „Die gute Nachricht der Messe: Die Osteuropäer sind zurück. Schon am Freitag war bei uns richtig viel los. In diesem Umfang hatten wir damit nicht gerechnet."
Michael Simon, Gardeur: „Der Handel ist noch zurückhaltend und plant erneut ein Minus in der Order. Doch diesmal wird genauer geschaut, wo gespart wird."
Kommentar schreiben