Metro: Thomas Unger geht Ende September
Thomas Unger, seit August 2009 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer
Metro AG, verlässt das Unternehmen. Der 49-Jährige scheidet zum 30. September 2010 aus dem Führungsgremium von Metro aus. Der Aufsichtsrat habe einvernehmlich die Aufhebung seiner Bestellung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden beschlossen, teilt das Unternehmen mit. Unger wolle sich „einer anderen beruflichen Herausforderung außerhalb des Unternehmens zuwenden".
Als Folge werden „die Zuständigkeiten im Vorstand angepasst". Das Gremium werde von fünf auf vier Mitglieder verkleinert. Die Vertriebslinien Media Markt und Saturn sowie die Innenrevision verantwortet ab Oktober 2010 Vorstandschef und Arbeitsdirektor Eckhard Cordes. Finanzvorstand Olaf Koch wird zusätzlich für Galeria Kaufhof zuständig sein. Vorstandsmitglied Frans Muller verantwortet dann zusätzlich zu seiner Funktion als CEO Cash & Carry Asien und Neue Märkte das Immobiliensegment des Konzerns.
„Unger hat in seinen unterschiedlichen Aufgaben wesentlich zur Umgestaltung und Weiterentwicklung der Metro Group beigetragen", teilt das Unternehmen mit. Er war im August 2002 als Mitglied des Vorstands der Metro AG in den Konzern gekommen. Dort verantwortete er die Bereiche Finanzen, Planung und Controlling, Rechnungsabwicklung, Rechnungswesen und Bilanzen, Risikomanagement, Delkredere/Inkasso, Steuern und Versicherungen. Seit Februar 2008 gehörte auch das Immobiliensegment zu seinem Aufgabenbereich.
Im August 2009 wurde Unger vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. In dieser Funktion war er seit September 2009 für die Vertriebslinien Galeria Kaufhof, Media Markt und Saturn, das Immobiliensegment des Konzerns (Metro Group Asset Management) sowie für den Bereich Innenrevision und für das Programmbüro für Shape 2012 verantwortlich.
Wie außerdem bekannt wurde, plant Metro, Teile seines Rechnungswesens und der IT nach Osteuropa und Indien zu verlagern. In Deutschland sollen mindestens 400 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen, berichtet die Lebensmittel Zeitung, die wie die TextilWirtschaft im Deutschen Fachverlag erscheint, in ihrer aktuellen Ausgabe. Ausgenommen von der Verlagerung sollen besonders sensible Bereiche wie die Personalbuchhaltung sein. Der Konzern selbst machte zu den Maßnahmen noch keine Angaben. Die Gespräche dazu seien noch nicht abgeschlossen.
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