logo
TextilWirtschaft Nr. 44 vom 31.10.1996 Seite 022

Handel

Schrank: Berliner Pelz-Haus feiert sein 50jähriges

Harmonisches Duo: Pelz und Mode


mg Berlin - Handwerkliches Know-how und Mode sind seit 50 Jahren die beiden Eckpfeiler des Pelzhauses Schrank am Kurfürstendamm.

Wolfgang Schrank, der das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Erwin am 24. Oktober 1946 gründete und als alleiniger Inhaber seit 30 Jahren führt, hat dafür im Laufe der Zeit einen ganzen Sack mit Auszeichnungen erhalten: von zehn Goldmedaillien des Deutschen Kürschnerhandwerks über vier Emba-Trophies der amerikanischen Mink Breeders Assoc. und Saga-, Swakara- und Sojuspushnina- Auszeichnungen bis hin zur "Goldenen Nase" für sein modisches Gespür durch die Berliner Modejournalisten.

90 % des Pelz-Angebots sind Eigen-Design. Gefertigt wird ausschließlich in Berlin. Als der Pelzhandel in den 80er Jahren Einbrüche hinnehmen mußte, verbreiterte das Berliner Pelzhaus 1986 sein Sortiment durch eine Modeabteilung mit hochwertigen Cashmere-Marken wie Aida Barni, Malo, Bruno Manetti, Loro Piana und Designer-Kollektionen (Genny und Guido Boehler). Heute nehmen auf den beiden Etagen am Kurfürstendamm/Ecke Bleibtreustraße mit 120 m2 Verkaufsfläche die "modischen Luxusartikel" aus Pelz rund 67 % im Sortiment ein, 23 % sind DOB und 10 % entfallen auf Fertigware wie Lammjacken.

Von Anfang an, im nur 50 m2 großen Etagen-Atelier mit Verkaufsraum am Steinplatz, waren dem mit 23 Jahren jüngsten deutschen Kürschnermeister Wolfgang Schrank "Topqualität" und "Harmonie bis ins Detail" das Allerwichtigte bei der Erstellung seiner Modelle. Auch Harmonie zwischen Stoff und Fell, denn seit 1988 entwirft und fertigt Schrank neben "Pelz pur" auch "Luxury Outerwear", sprich Cashmere und Microseta in Kombination mit Pelz. Harmonie nicht zuletzt auch in Bezug auf die Trägerin. Wolfgang Schrank: "Was das Geschäft ausmacht, ist die ganz persönliche Beziehung zum Kunden. Da gehört immer Vertrauen dazu."

Ein Vertrauen, das immerhin rund 4000 Stammkunden zu der Schrank-Familie haben. Denn mittlerweile ist die zweite Generation nachgerückt. Seit acht Jahren zeichnet Sohn Sascha (Kürschner und in Nagold ausgebildeter Betriebswirt) mitverantwortlich für Felleinkauf, Design, Entwurf und Schnittegestaltung. Zusammen mit seiner Schwester Katja Gründt, die diplomierte Kommunikationswirtin ist und mit Mutter Rosemarie Schrank für den Einkauf der Mode-Abteilung verantwortlich, teilt er sich Organisation und Administration der Firma, die zwölf Angestellte beschäftigt, davon zehn in der Fertigung. Die über 23 Jahre geführte Münchner Dependance im Montgelas Palais des Hotels Bayerischer Hof wurde im vergangenen Jahr geschlossen. "Wir wollen unsere Kräfte ganz auf die Hauptstadt konzentrieren", kommentiert Wolfgang Schrank diesen Schritt.

Die Umsätze dieses Jahres lassen verhaltenen Optimismus zu: "Wir haben von Januar bis August 100 % mehr Umsatz im Pelz."

>> BILDUNTERSCHRIFT<<

Mit Sascha und Katja ist die zweite Generation ins Pelzfachgeschäft von Wolfgang und Rosemarie Schrank eingetreten.

Autor

  • mg. / Portrait

Unternehmen/Institution

  • Schrank Berlin

Schlagworte

  • Bekleidung-Pelz
  • Fachhandel-allgemein
 Drucken