Kai Brune würde den Koffer am liebsten selbst kaufen. Den smarten Trolley der Marke Horizn Studios, die an nur wenigen POS in Deutschland zu haben ist – und seit dem Komplettumbau auch im neugestalteten 2.Obergeschoss des Modehauses Henschel in Heidelberg. Brune und Moritz Koch, die die Henschel-Gruppe mit fünf Häusern führen, haben ihr Modeangebot um kleine Zusatz-Sortimente erweitert, verteilt auf verschiedene überschaubare Flächen im ganzen Haus. Gin mit passendem Tonic-Water in diversen Geschmacksrichtungen oder bunte Bügelgeräte für die Reise.

Doch anders als die neuen arrondierenden Sortimente war der Umbau auf der Hauptstraße in Heidelberg eine große Angelegenheit. Für rund 6 Mio. Euro wurden Licht und Klimatechnik erneuert, Böden und Decken herausgerissen, Fensterflächen freigeräumt und so das Haus mit 5200m² Verkaufsfläche moderner und großzügiger gestaltet (Planung: Blocher Partners). Außerdem hat Henschel die Abteilungen Wäsche, Kidswear und funktionale Outdoor mit zusammen rund 700m² geschlossen.

„Es war eine strategische Entscheidung“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Koch. „So konnten wir die Kernsortimente für Damen und Herren stark erweitern und haben die Chance, in diesen Bereichen mittelfristig so kompetent wie in unserem Haus in Darmstadt zu werden.“ Im März haben die Arbeiten begonnen, im Oktober war die Neueröffnung. Gleichzeitig wurde auch das Haus in Darmstadt für rund 4 Mio. Euro umgebaut.

Das Modehaus in Heidelberg – es firmierte bislang unter Kraus – trägt nun den Namen Henschel auch offiziell. „Wir wollen in der Region mit unseren Häusern eine Dachmarke bilden“, erklärt Koch, der Jurist ist und sich erst nach seinem Studium entschlossen hat, in das elterliche Unternehmen einzusteigen. Er und Brune, der als geschäftsführender Gesellschafter ebenfalls an Henschel beteiligt ist, führen die fünf Standorte in Darmstadt – hier befinden sich das Haupthaus sowie das Young Fashion-Konzept Gegenüber –, in Heidelberg, Michelstadt und Lübeck (Heick&Schmaltz).

Mit dem Umbau wurden in Heidelberg auch die Lieferanten überprüft. „Wir sind noch mitten im Änderungsprozess“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Brune, der seine Karriere bei P&C Düsseldorf begann. Verzichtet werde etwa auf Street One. „Wir wollen größtenteils auf Marken verzichten, die sich mit dem Angebot vor Ort überschneiden“, erklärt Koch. Esprit werde daher seit Jahren nicht mehr geführt. Das Label hat schräg gegenüber von Henschel einen eigenen Laden, der aber Anfang 2019 geschlossen werden soll.

S.Oliver, bis zum Beginn des Umbaus im alten Kraus-Haus auf rund 700m² mit eigenem Store vertreten, ist ausgezogen. Nach  Überlegungen, die Fläche wieder extern zu vermieten, wurde sie in das neue Henschel-Haus integriert. Nun ist dort Young Fashion zu finden mit Labels wie Tommy Jeans, Adidas, Champion, Only, Replay und Calvin Klein Jeans. Auch in der DOB und Menswear wurden neue Marken eingeführt: Z.B. Polo Ralph Lauren, Gant, Bree und Coccinelle. In der Menswear etwa Tiger of Sweden, Adidas, Champion, Holubar und Jacques Britt. Nach wie vor gehörten Opus und Marc O’Polo im Erdgeschoss zu den erfolgreichsten Lieferanten. Auch der Brax-Shop auf rund 80m² laufe sehr gut.



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