Seit zehn Jahren schon führt Erika Palese neben ihrer Agentur Premium Brand Group in München einen Store im Hohen Norden, in Kampen auf Sylt. Was rund ein Jahrzehnt lang ein Monomarken-Store des Bademode-Anbieters Vilebrequin war, hat sie jetzt zu einem Multilabel-Konzept mit kunterbuntem Sortiment umgewandelt. In dem kleinen Geschäft mit rund 30m² Verkaufsfläche finden Kunden all die Dinge, die man für einen entspannten Urlaub auf der Insel braucht. Von ausgefallener Bademode für Männer und Frauen über Kimonos und Kleider im Boho-Style bis hin zu Schmuck und Interior-Produkten sowie lässigem Cashmere und Woll-Plaids für kühlere Tage. Unter den angebotenen Labels sind Derek Rose, Begg&Co, Wolford, Wahts, Frescobol Carioca, Anjuna, Asceno, Nimo with Love und Fornasetti.

„Unsere Klientel reist sehr viel und liebt Individualität und Neues“, sagt Erika Palese und gerät ins Schwärmen. Alle Labels, die sie in ihrem Laden anbietet, gebe es sonst nirgendwo auf Sylt. Individualität und Style gingen ganz klar vor plakativen Markenaufdrucken. Die Insel sei klein, die Konkurrenz groß, da müsse man den Kunden das Besondere bieten. Auf eine bestimmte Zielgruppe fokussiert sei sie dabei nicht, auch nicht auf ein bestimmtes Budget. Man finde bei ihr genauso den japanisch inspirierten Kimono von Anjuna für rund 1000 Euro wie den stylischen kleinen Bluetooth-Lautsprecher des dänischen Labels Kreafunk, den die Kunden auf dem Weg zum Strand schnell mal mitnehmen.

Überhaupt spielt unkomplizierte Wohlfühlatmosphäre im neuen Palese-Store die Hauptrolle. Die Inhaberin hat ganz bewusst für den Umbau des Geschäfts keinen etablierten Ladenplaner beauftragt. So wurde die Fläche in Zusammenarbeit mit der Münchner Interior Designerin Sibylle Gutgsell gestaltet, die ansonsten Wohnungen ausstattet. Und genau das war das Ziel. „Wir wollten ein Ambiente wie in einem kleinen Wohnzimmer schaffen und keinen Ladenbau von der Stange“, erzählt Palese. Es wurden Wände herausgerissen, Tapeten angebracht und neue, dekorative Leuchten der Vertigo-Serie des französischen Design Labels Petite Friture installiert. Für maritimes Flair sorgen frische Farben und dekorative goldene Muscheln als Wandschmuck. Sogar für eine kleine Sitzecke mit zwei Sesselchen und einer Kaffeemaschine auf einem Teewagen hat der Platz ausgereicht. Und auch vor dem Laden können die Kunden auf kobaltblauen Sesseln entspannen und dem Treiben auf dem Westerweg, direkt um die Ecke des als Whiskeymeile bekannten berühmten Strönwai, zuschauen. 




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