Klicks, Hypes und Influencer. Worauf kommt es heute an im Fashion-Marketing? Welche Rollen spielen digitale oder stationäre Aktivitäten? Der diesjährige Modemarketing-Kongress von TextilWirtschaft und Horizont in Düsseldorf gibt Antworten. Sieben Statements vom Podium.

„In der Zukunft relevant ist ein Interface, das in die Vergangenheit schaut, hinter den Kulissen aber alle Prozesse maximal beschleunigt.“

Peter Wippermann, Trendbüro
Trendforscher Peter Wippermann skizziert auf dem Kongress, auf welche Faktoren es bei der Konzeption von Marketing-Ansätzen ankommt.

„Eine agile Test-and-Learn-Kultur ist entscheidend. Je früher ich an den Markt gehe, direkt an den Kunden, desto schneller kann ich lernen und das Produkt verbessern.“

Andreas Antrup, Zalando Media Solutions
Zalando-Manager Anderas Antrup betont, dass heute komplett andere Arbeitsweisen und Workflows entscheidend für den Erfolg sind. Insbesonderes agiles Arbeiten und eine Kultur permanenter Neuausrichtung sind für ihn essenziell.

„Die perfekte Marke ist nicht sympathisch. Marken müssen nahbarer werden, mehr von sich preisgeben. Die Kunden auch mal hinter die Kulissen schauen lassen.“

Vanessa Brüske, Comma
Nett sein alleine reicht für eine gute Marke nicht aus. Stattdessen appelliert Marketing-Machering Vanessa Brüske von Comma daran, neue Wege zu gehen, den Blick hinter die Kulissen zu öffnen und mehr als früher von sich zu offenbaren.

„Marken können nicht demokratisch geführt werden. Man muss sie vielmehr schützen, resistent bleiben bei Strömungen aus der Mode, aus dem Handel. Und im Zweifel Nein sagen. “

Angelika Schindler-Obenhaus, Katag AG
Marken müssen manchmal hart bleiben. Und können sich, wenn sie ihre Stärke behaupten wollen, nicht in jede Richtung verbiegen. Da ist sich Katag-Managerin Angelika Schindler-Obenhaus sicher.

„Markenführung funktioniert ohne bekannte Markenbotschafter. Aber sie funktioniert in Zukunft nicht ohne Influencer. “

Vera Hulbert, Triumph
Welche Rolle spielen Testimonials beim Thema Brandbuilding? Für Triumph ist klar: die Zeiten haben sich geändert, Prominente Gesichter sind nicht mehr Pflicht, die richtigen Influencer jedoch schon.

„Knallt den Shooping-Button nicht auf jeden Instagram-Post, das führt zum Overload. Nutzt die neuen Optionen stattdessen mit gesundem Bauchgefühl. “

Felicia Margenfeld, Torben, Lucie und die gelbe Gefahr
Ein Balance-Akt ist die Verwendung von Shop-Elementen in Social Media, zum Beispiel bei Instagram. Felicia Margenfeld ist Digital Creative bei der Agentur Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr. In der von Algorithmen dominierten Welt appelliert sie daran, auch mal aufs Gefühl zu hören.

„Earned Media ist der Schlüssel. Jede zweite Brille verkaufen wir aufgrund von persönlichen Empfehlungen. “

Kilian Wagner, Viu
Unter dem Strich gilt auch in Zeiten von Influencer-Kampagnen, E-Commerce und Brillen aus dem 3D-Drucker: Produkte verkaufen sich vor allem dann besonders gut, wenn zufriedene Kunden ihrem Umfeld glaubwürdig davon berichten, Freunde zu neuen Käufern machen.
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