Wer sind die Kunden der Zukunft? Was wird sie bewegen? Wie werden sie einkaufen? Was werden sie einkaufen? Zwar lassen sich diese Fragen nicht abschließend anhand von den gerade erschienen Datensammlungen vom Statitischen Bundesamt (Statistikreport 2018) und Handelsverband Deutschland (HDE Zahlenspiegel 2018) beantworten, doch die dort zusammengefassten Daten geben für vieles schon einmal eine Idee.

So zeigen sie zum Beispiel eindeutig, dass der Großteil des Jahresumsatzes mit Mode und Bekleidung in der zweiten Jahreshälfte erlöst wird und dort vor allem im Dezember (10,4% des Umsatzes im Jahr 2017). Oder auch, dass die Haushalte im Schnitt unter 5% ihres verfügbaren Einkommens für Mode ausgeben. Im Jahr 2017 waren das knapp 75 Mrd. Euro. Am ausgabefreudigsten waren dabei die 35- bis 45- Jährigen. Ihre Haushalte haben im Jahr 2016 im Schnitt 144 Euro pro Monat für Bekleidung und Schuhe ausgegeben.

Doch die Datenreports zeigen nicht nur den Ist-Zustand, sondern versuchen auch in die Zukunft zu blicken. Dabei rückte das Statistische Bundesamt vor allem eine Altersgruppe in den Fokus: die ab 65-Jährigen. Ende 2017 waren 17,7 Millionen der 82,8 Millionen Menschen in Deutschland 65 Jahre und älter. Mit 21,4% mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Tendenz steigend. Während die Zahl älterer Menschen seit der Wiedervereinigung um 48,7% zunahm, stieg im gleichen Zeitraum die Gesamtbevölkerung nur um 3,8%. "Der demografische Wandel ist also längst in Deutschland angekommen", hieß es von den Statistikern. Die Bevölkerung werde künftig noch wesentlich stärker als heute von älteren Menschen geprägt sein. Wie stark, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dafür haben die Statistiker verschiedenen Szenarios entworfen. Hält die derzeit starke Zuwanderung an, so könnte der Anteil der Generation 65 plus im Jahr 2030 bei 26% und im Jahr 2060 bei 31% liegen. Darauf müssen sich auch die Modeanbieter einstellen.

 
Den detaillierten Bericht zur Auswertung der Datenreports lesen Sie am Mittwoch, 7. November, ab 17 Uhr im digitalen E-Paper sowie ab Donnerstag in der gedruckten Ausgabe.

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