12 Mio. Euro Schulden

Sporthaus Strolz beantragt Sanierungsverfahren

Strolz.at
Das Modehaus Strolz ist derzeit wegen des zweiten Corona-Shutdowns geschlossen.
Das Modehaus Strolz ist derzeit wegen des zweiten Corona-Shutdowns geschlossen.

Das österreichische Sport- und Modehaus Strolz hat beim Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren beantragt. Als Grund nennt der in Lech am Arlberg ansässige Einzelhändler die massiven Umsatzeinbrüche durch die Covid-19-Krise.

Wie der Österreichische Rundfunk (ORF) berichtete, hat das Traditionsunternehmen Strolz ein Sanierungsverfahren beantragt. Durch diesen Schritt will Geschäftsführerin Olivia Strolz den Fortbestand der Strolz GmbH sichern. 

Ihren Angaben zufolge musste das Unternehmen bereits während des ersten Lockdown im März einen Umsatzeinbruch von 30% verkraften. Der zweite Lockdown sei nun ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen. In einem gewöhnlichen Geschäftsjahr liege der Umsatz bei rund 19 Mio. Euro, die Höhe der Überschuldung betrage rund 12 Mio. Euro.


Das Hauptgeschäft des Unternehmens entfällt auf das Wintergeschäft: 30% des Jahresumsatzes werden laut Strolz normalerweise im Dezember erwirtschaftet. Dabei lebt der Standort stark vom Tourismus. Über die Weihnachtsferien verzeichnet Lech im Schnitt rund 180.000 Übernachtungen.

60 Mitarbeiter unmittelbar betroffen

Die knapp 70 Mitarbeiter wurden bereits informiert. Rund 60 Angestellte wurden entlassen. Der Modehausbetreiber ist allerdings eigenen Angaben zufolge bestrebt, die Mitarbeiter im Falle einer Wiedereröffnung Anfang des Jahres wiedereinzustellen. In dem Wintersport-Ort gibt es derzeit des zweiten Shutdown des Jahres.

Das Stammhaus in Lech soll bereits während der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage – zumindest teilweise – geöffnet werden. Weitere Filialen sollen, sofern möglich, Ende Januar folgen. Insgesamt betreibt die Strolz GmbH sieben Filialen in Lech, Zürs und Stuben.

Dieser Text erschien zuerst auf www.textilzeitung.at.


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