16 Bundesländer, 16 Richtlinien

Was gilt für den Handel bei der Wiedereröffnung - ein Überblick

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In einigen Bundesländern durften die Läden am 20. April wieder öffnen - unter bestimmten Bedingungen.
In einigen Bundesländern durften die Läden am 20. April wieder öffnen - unter bestimmten Bedingungen.

16 Bundesländer - 16 Richtlinien. Bei vielen Händlern war die Erleichterung groß, als die Bundesregierung vergangene Woche ankündigte, dass ab diesem Montag Läden mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800m² wieder öffnen dürfen. Die Ausgestaltung obliegt den Landesregierungen, was Unterschiede mit sich bringt.

Während Modehändler mit Läden kleiner 800m² Verkaufsfläche in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und dem Saarland bereits an diesem Montag ihre Läden wieder öffnen durften, müssen sich ihre Kollegen in anderen Bundesländern noch gedulden. In Brandenburg dürfen die Läden ab Mittwoch wieder öffnen, Berlin muss noch entscheiden, ob Mittwoch oder Donnerstag. In Thüringen geht es erst am Freitag (24. April) wieder los, in Bayern erst am Montag kommender Woche. Der genaue Termin der Eröffnung ist noch das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal in den Erlässen der Landesregierungen. Jedes Bundesland regelt selbst, wer wann unter welchen Auflagen wieder eröffnen darf. Eine Übersicht, die ständig aktualisiert wird, stellt der Handelsverband Deutschland (HDE) auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Die entscheidenden Punkten bei den Verordnungen sind:
  • Abgrenzung größerer Flächen auf 800m². Möglich ist das unter anderem in Brandenburg, Hessen und Hamburg. Nicht möglich ist es hingegen in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Für viele Bundesländer liegen auch noch keine endgültigen Aussagen dazu vor.
  • Anzahl der m² pro Person. In manchen Bundesländern wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz reichen 10m² pro Person aus, andere wie Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen verlangen das Doppelte. Einig sind sich die Bundesländer größtenteils beim Thema Mindestabstand. Dieser soll bei mindestens 1,50 Meter liegen. Nur das Saarland verlangt 2 Meter.
  • Technische Schutzmaßnahmen. Bodenmarkierungen zum Abstandhalten vor der Kasse sowie Spuckschutz an den Kassen werden auf breiter Front gefordert. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Läden und im ÖPNV zwingend. Auch Bayern hat eine Maskenpflicht angekündigt. Mittlerweile führen zudem auch immer mehr Städte eine Mundschutzpflicht ein.  
In einigen Verordnungen gibt es auch explizite Pflichten für Bekleidungshändler. So heißt es in den Richtlinien von Baden-Württemberg: "Kunden in Bekleidungsgeschäften sind durch Aushang darauf hinzuweisen, dass gekaufte Kleidung unmittelbar nach Erwerb zu Hause gewaschen werden sollte."  
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