3G am Arbeitsplatz bei Kundenkontakt

Hessen verschärft die Corona-Regeln

Diehl / Staatskanzlei
Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose haben verschärfte Corona-Maßnahmen vorgestellt.
Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose haben verschärfte Corona-Maßnahmen vorgestellt.

Die hessische Landesregierung hat die 3G-Regeln verschärft. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht mitunter einen PCR-Test. Der Handelsverband übt Kritik.

Der hessiche Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) haben bekanntgegeben, dass ab Donnerstag, 10. November, verschärfte Corona-Regeln gelten. Demnach gilt eine strengere Form von 3G für die Teilnahme an 3G-Veranstaltungen oder beim Betreten von vielen 3G-Einrichtungen. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit, wenn sie ihren Status nachweisen können. Für Personal reiche wie bislang ein sogenannter Arbeitgebertest zweimal pro Woche aus.

Der Handelsverband Hessen kritisiert vor allem die kurzfristige Verkündung der neuen Regelung: "Die hohen Beschäftigungszahlen im Handel erfordern Vorlaufzeiten. Daher ist die Kurzfristigkeit der heutigen Verkündung eine Belastung", sagt Hauptgeschäftsführer Sven Rohde. Die neuen Testanforderungen stellten für die Betriebe einen "erheblichen Kostenfaktor dar" gibt der Verband zu bedenken. "Die finanzielle und logistische Mehrbelastung von wöchentlichen Tests für jeden Beschäftigten ist eine Zusatzbelastung, des stark durch Covid-19 getroffenen Einzelhandels."

Sollte sich die Pandemie-Lage in Hessen noch weiter verschärfen, erwäge man, den Schritt zu 2G zu gehen, sagte Bouffier, der sich zudem für eine neue Bund-Länder-Konferenz aussprach.

In einer früheren Version dieses Beitrags war fälschlicherweise davon die Rede, dass Mitarbeiter ohne Impf- oder Genesungsnachweis künftig einen PCR-Test benötigen. Richtig ist, dass ein Schnelltest benötigt wird. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
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