Unternehmen

Dielmann übernimmt Geier

Die Darmstädter Dielmann-Gruppe übernimmt das Erfurter Schuhhaus Geier. Gründe für die Übernahme sind der Rückzug von Geschäftsführer Stefan Geier und die Suche nach einem Nachfolger. „Auch wenn es für uns ein schwieriger Schritt ist loszulassen, muss man als guter Geschäftsmann wissen, wann der richtige Zeitpunkt für den Verkauf seines Unternehmens gekommen ist“, sagt Geier.

Die Entwicklungen am Markt habe er in den vergangenen Saisons genau beobachtet. Geier: „In Zeiten, in denen Lieferanten in den direkten Wettbewerb mit dem Einzelhandel treten und direkt vor der eigenen Haustür eigene Geschäfte eröffnen und in Zeiten, in denen Online-Handel und Outletcenter zu einer immer größeren Konkurrenz werden, ist ein Unternehmen in der Größenordnung von Dielmann besser in der Lage, ein Statement am Markt zu setzen.“

Das Haus mit mehr als 3000m² Verkaufsfläche soll unter gleichem Namen und Konzept weitergeführt werden. „Wer uns fragt, was wir am Geier-Konzept verändern werden: Ich wüsste kaum etwas. Der Erfolg des Unternehmens ist selbstredend“, sagt Dielmann-Geschäftsführer Thomas Dielmann. Laut eigenen Angaben ist Geier 100% selbstfinanziert. Der Umsatz wird nicht bekanntgegeben.

Mit Dielmann im Rücken seien künftig Modernisierungen wie neue Lichtlösungen und eine Sortimentsergänzung um die Dielmann-Eigenmarken Sommerkind, Helén Billkrantz, Carrera Panamericana und Lille Smuk denkbar. Geier werde als „singulärer Standort“ betrachtet und weitergeführt, teilt Dielmann mit. Eine Expansion des Konzepts sei nicht geplant. Die Übernahme ist zum 31. Dezember 2014 vorgesehen. Alle 25 Mitarbeiter sollen übernommen werden. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die Dielmann-Gruppe, zu der auch Sporthübner gehört, betreibt aktuell 41 Fachgeschäfte und Fachmärkte. 2013 erwirtschaftete die Gruppe laut eigenen Angaben rund 70 Mill. Euro.

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