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Escada: Neuer Store in Düsseldorf

Nach drei Jahren ist das Luxusmodelabel Escada wieder zurück am Rhein: An der Königsallee 30 hat das Aschheimer Unternehmen in diesen Tagen einen Store eröffnet. In Nachbarschaft zu Hogan, Loro Piana, Jimmy Choo, MCM und Airfield. Vorbesitzer Chanel war zu Jahresbeginn ein paar Hausnummern weiter in die erste Reihe der Königsallee gezogen. Der Eingang zum neuen Escada-Store liegt hingegen etwas versetzt in zweiter Reihe in Sichtweite der Einkaufsstraße. „Für uns fühlt es sich an wie erste Lage“, sagt Ronny Borck, Director Sales Western Europe, bei der Eröffnung in Düsseldorf. Immerhin: Die etwas versetzte Lage passt vielleicht ganz gut zum neuen Retail-Konzept „The Lounge“ des Labels. „Unsere Kundinnen sollen das Gefühl haben, ein elegantes, wunderschönes Wohnzimmer zu betreten“, sagt CEO Jörg Wahlers.

Der 230m² große Store ist in drei Salons unterteilt, über die man durch ein Foyer mit dem Fahrstuhl oder über eine Treppe gelangt. Die Wand am Treppenaufgang zieren kleine Blütenblätter aus elfenbeinfarbenen und in Gold getauchtes Porzellan der brasilianischen Künstlerin Valéria Nascimento. Die Ready-to-wear-Kollektion wird in einer Art Wohnzimmer mit Marmorkamin und Plüschsofas präsentiert. Die Abendmodenkollektion in einer Art Boudoir mit antikem Schminktisch.

Entwickelt hat das Konzept Alberto Solon, der vor einem Jahr von Dolce & Gabbana als Head of Retail zu Escada gewechselt ist. Auch wann und wie das neue Store-Konzept an anderen Standorten ausgerollt wird, steht noch nicht fest. Im September soll der Laden eines Franchise-Partners in Arizona nach dem Lounge-Konzept eingerichtet werden.

Aktuell betreibt Escada in Deutschland 13 eigene Laden und ist bei 76 Wholesale-Kunden vertreten. Insgesamt kommt das Label auf 1000 Point of Sales in 80 Ländern in Nordamerika, Europa und Asien.

Darüber, wie viel Escada in den neuen Store in Düsseldorf investiert hat, schweigt sich das Unternehmen aus. Auch sonstige Unternehmenszahlen werden nicht kommuniziert. Die zuletzt veröffentlichten Umsatzzahlen stammen aus dem Jahr 2012. Damals erlöste Escada rund 300 Mill. Euro. Angesichts der Marktentwicklungen der vergangenen Jahre wäre es erstaunlich, wenn Escada dieses Niveau gehalten hätte. Tatsächlich verkündete Jörg Wahlers im November ein Sparprogramm unter dem rund 200 Mitarbeiter entlassen werden, 150 davon am Standort in München-Aschheim.

Im September löst Iris Epple-Righi  Interimschef Wahlers als CEO ab, der sich dann wieder ganz auf seine Aufgaben als CFO konzentrieren wird. Epple-Righi kommt von PVH, wo sie bei Tommy Hilfiger und zuletzt als Brand Manager bei Calvin Klein Europe tätig war.

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