Unternehmen

Esprit setzt auf neue Stores und Outlets

Während der Ratinger Modekonzern Esprit weitere Läden im neuen Store-Design eröffnet, verfolgt das Unternehmen gleichzeitig den Plan, die Zahl seiner Outlets zu steigern.
 
In Düsseldorf hat Esprit am Dienstag den dritten seiner sogenannten Lighthouse-Stores eröffnet. Die ersten beiden Läden dieses Konzepts sind bereits in Köln und Antwerpen gestartet. Mit dem Geschäft in Düsseldorf gibt es nun drei Store-Varianten, die das Unternehmen testet, bevor es eine davon vervielfältigen wird. Für alle drei Läden wurden unterschiedliche Architekten-Teams beauftragt. Der Store in der Düsseldorfer Schadowstraße bietet eine Fläche von 1700m² auf zwei Ebenen. Hinter der imposanten Glasfassade erinnert er an ein kalifornisches Holzhaus samt Terrasse und Vorgarten mit einzelnen kleinen Räumen. Es gibt Fenster, Nischen, verwinkelte Gänge, an die Wand genagelte Bücher - wie ein Haus im Store. Das New Yorker Architekten-Team Anderson wollte einen Platz schaffen, der nicht an einen Konsumtempel erinnert, teilt das Unternehmen mit. Statt der Kaufhaus-Rolltreppe wurde eine Holztreppe eingebaut. Messing, Eiche, Pinie und ein heller Holzboden schaffen eine warme Atmosphäre.
 
Zur Eröffnung des Stores am Dienstag, u.a. mit Geschäftskunden von Esprit und Pressevertretern, herrschte großer Andrang. Auch Ronald van der Vis war zum Start des neuen Ladens gekommen. Der amtierende CEO hatte zuletzt viel Kritik einstecken müssen, vor allem für seine plötzliche Ankündigung, das Unternehmen Mitte kommenden Jahres zu verlassen. Intern und von wichtigen Handelspartnern gebe es keinerlei Zweifel an der Richtigkeit der eingeschlagenen Wege, erklärte er nun im TW-Gespräch während der Eröffnung. „Ich möchte noch so viel wie möglich vom geplanten Transformationsprozess umsetzen. Wir gehen volle Kraft voraus und wir bekommen von unseren Handelspartnern sehr viel Zuspruch für unsere Pläne“, betont van der Vis.
 
49.000m² Fläche habe Esprit bereits im neuen Ladendesign umgebaut. Nach den drei Lighthouse-Stores werde es kontinuierlich weitergehen. „Der wichtigste Punkt ist jetzt Schnelligkeit für Esprit. Die neue Trend-Division läuft und liefert die erste Ware im August auf die Flächen. Natürlich brauchen wir Zeit für alle Pläne. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Insgesamt würde ich mir selbstverständlich wünschen, dass die Textil-Umsätze in Europa besser laufen würden“, so van der Vis.
 
Gleichzeitig verfolgt Esprit den Plan, die Zahl der Outlets zu steigern. Am Firmensitz in Ratingen entsteht derzeit ein neues Outlet. Das bisherige im Stadtteil Tiefenbroich, das es seit 1986 gibt, wird geschlossen. Zum einen wolle der Konzern mit dem Neubau eine Vergrößerung der Fläche erreichen. Das Gebäude soll eine Verkaufsfläche von knapp 5000m² bieten. Das Outlet ist damit eines der größten in Europa und bietet mehr als doppelt soviel Fläche wie das bisherige. Hinzu kommen 900 Parkplätze statt wie bisher 350. Zum anderen stehe der größere Standort im Zusammenhang mit der Neupositionierung des Unternehmens. Auch in dem neuen Outlet soll diese zum Tragen kommen. Wie ein Sprecher erklärt, werde beispielsweise das neue Ladendesign der Esprit-Stores auch im Outlet sichtbar.
 
Bei dem Center handelt es sich um eine eigene Immobilie am Voisweg 10. Eröffnet werden soll es noch im Sommer. Nach Angaben des Sprechers wird es noch weitere neue Outlets geben. Erste Eröffnungen stehen im Herbst an. Dabei handelt es sich unter anderem um drei in Deutschland – gemietete Flächen in Ochtrup, in der Nähe von München und in der Nähe von Hamburg. Zwei weitere Outlets sollen im europäischen Ausland eröffnen.

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