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Etro: Mehr Läden, mehr Accessoires

Das italienische Luxusmodehaus Etro treibt die Expansion weiter voran. Jüngste Erweiterung ist die Eröffnung eines 450m² großen Monobrand-Stores im Berliner Quartier 206. Vormieter war hier Louis Vuitton. Damit gibt es aktuell insgesamt 202 Etro-Läden. Weitere sollen folgen. Zum Herbst werden sowohl in Frankfurt als auch in Hongkong Geschäfte eröffnet. „Wir planen jedoch keinen massiven Retail Roll-out, sondern wollen uns auf besonders gute Lagen konzentrieren, die dann auch für viele Jahre bestand haben“, sagt Kean Etro, Sohn des Gründers und Menswear-Chefdesigner im Gespräch mit der TextilWirtschaft.
 
Inzwischen generiert Etro den Großteil seiner Umsätze über Monobrand-Stores. In der Womenswear trägt der eigene Einzelhandel inzwischen 68% zum Umsatz bei, in der Menswear liegt der Anteil bei 61%. Im Jahr 2014 lagen die Erlöse von Etro bei 313 Mill. Euro, was einem Plus von 3% entspricht. Für das laufende Jahr rechnet man mit leicht gedämpftem Wachstum. „Zwei Prozent sollten realistisch sein“, sagt Etro. Wichtigster Markt des Luxus-Labels ist Europa, gefolgt von Japan, den USA, Korea, Russland und China inklusive Hongkong und Macao. „In Russland mussten wir natürlich auch Rückgänge verzeichnen“, sagt Etro. „Glücklicherweise steht Russland für uns nur an Rang fünf. Verrechnet mit Wachstum in anderen Märkten ist das zu verkraften.“ Rund sieben Prozent der Umsätze erwirtschaftet Etro in Russland, das Geschäft dort sei zuletzt um rund 25% rückläufig gewesen.
 
Um weitere Wachstumsfelder zu erschließen, will das Unternehmen auch das Business mit arrondierenden Produktgruppen pushen. Bekleidung steht bei Etro - damit unterscheiden sich die Italiener von vielen Wettbewerbern im Luxus-Genre - für etwa 70% des Umsatzes. „Wir haben vor zwei Jahren angefangen, Schuhe in Eigenregie zu entwickeln“, sagt Womenswear-Designchefin Veronica Etro. „Dieses Feld entwickelt sich sehr erfreulich.“ Zudem kommt zum Herbst die erste Sonnebrillen-Kollektion unter dem neuen Lizenznehmer Marchon Eyewear auf den Markt. Auch das Taschengeschäft soll in Zukunft wichtiger werden. „Hier wollen wir mehr bewegen, sind aber noch in der Planungs-Phase.“
 
Ein ausführliches Gespräch mit Veronica und Kean Etro lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der TextilWirtschaft am Mittwoch ab 18 Uhr auf dem iPad und ab Donnerstag in der Printausgabe.

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