Markt

Frankfurt: Verluste in Millionenhöhe

Die angekündigten Blockupy-Aktionen und das damit verbundene massive Polizeiaufkommen in der Frankfurter Innenstadt waren für den Einzelhandel mit erheblichen Umsatzeinbußen verbunden. Nach ersten Schätzungen des Unternehmerverbands Hessischer Einzelhandel entgingen den innerstädtischen Händlern allein am Samstag mehr als 10 Mill. Euro Umsatz. „Auf die einzelnen Geschäfte bezogen sind das zwischen 40 und 85% Umsatzeinbruch“, sagte Joachim Stoll, Vorsitzender des Regionalbereichs Frankfurt des Unternehmerverbands. Über alle Blockupy-Tage betrachtet, liege der Umsatzausfall erheblich höher. „Das ist an anderen Tagen nicht mehr aufzuholen“, so Stoll weiter. „Einige unserer großen Mieter hatten Einbußen von bis zu 200.000 Euro″, berichtet Diana Schreiber, Junior Center-Managerin bei MyZeil.

Zwar hatten Gerichte bis auf eine Demonstration am Samstag alle Blockupy-Veranstaltungen untersagt, doch die Stadt rüstete sich schon seit Mittwoch für mögliche Ausschreitungen. U- und S-Bahn-Stationen wurden gesperrt, einige Einzelhändler – vor allem auf der Goethe-Straße – vernagelten ihre Schaufenster und schlossen ihre Läden am Freitag und Samstag. In der Innenstadt war die Polizeipräsenz an den vier Tagen nicht zu übersehen. Das hielt offensichtlich viele Verbraucher vom Einkaufsbummel in der Innenstadt ab. Stoll lobte die intensive Zusammenarbeit und den schnellen Informationsaustausch mit der Polizei. „Der Austausch war sehr gut. Die Ängste und Sorgen des Handels sind grundsätzlich beachtet worden“, so Stoll.

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