Messen

Kopenhagener Messen: Viel Bewegung

Die an diesem Freitag zu Ende gehende Kopenhagener Modewoche steht ganz im Zeichen von Gesprächen um Messepolitik, künftige Termine und Locationwechsel. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass die Messen Copenhagen International Fashion Fair (CIFF), Gallery und CPH Vision erstmals nicht parallel stattfinden. So starteten CIFF und Vision bereits vergangenen Sonntag und schlossen am Mittwochabend ihre Tore. Damit war der Mittwoch der einzige gemeinsame Tag mit der Gallery, die an diesem Freitag endet.

Auch die meisten Schauen namhafter Labels wie Bruuns Bazaar, By Malene Birger und Henrik Vibskov, fanden eher Mittwoch, Donnerstag statt. Entsprechend gehörte die Wochenmitte zu den am stärksten frequentierten Messetagen. Dabei wünscht sich das Gros der Aussteller für die Zukunft wieder einen gemeinsamen Termin. „Alle Marken hoffen einfach, dass die Messen wieder zusammenfinden und auf einen gemeinsamen Termin gehen. Kopenhagen ist zu klein für solch eine Zersplitterung“, sagt etwa Niels Dam von Custommade stellvertretend für viele Aussteller. Für die nächste Saison hat bislang allerdings nur die Gallery einen Termin bekanntgegeben: Sie visiert den 28. bis 30. Januar 2015 an. Allerdings wollen sich die Messechefs von Gallery und CIFF Christian Gregersen und Kristian W. Andersen in den kommenden Wochen noch einmal zusammensetzen.

Im Hintergrund geht es um das Ringen um Aussteller. Dabei hat die CIFF seit der vergangenen Saison eine gute Entwicklung verzeichnet und Designer oder Labels wie Rodebjer, Hofmann, Gestuz und Munthe für sich gewinnen können. Die Messe präsentiert sich klar gegliedert und mit guter Frequenz. „Wir sind sehr glücklich. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Und wir haben viel mehr internationale Einkäufer verzeichnet”, erklärt Kristian W. Andersen. „Mit den neuen Öffungstagen können wir mehr internationale Einkäufer ansprechen und schaffen eine stärker business-orientierte Plattform für unsere Aussteller“.

Am meisten unter der Zerspiltterung gelitten hat sicher die Vision, die sich deutlich ruhiger und geschrumpfter präsentierte. Etwas dünner ist auch der Schauenkalender, auf dem dieses Mal Namen wie Wood Wood oder Stine Goya fehlten, die sonst durchaus zu den Highlights zählten. Mit guter Frequenz gestartet ist dagegen auch die Gallery, die mit ihrem progressiven Ausstellermix mit Brands wie Won Hundred, Minimarket, Utzon und Stine Goya erneut viele Händler anzog. Hier gab es während der Messetage immer wieder Gerüchte über einen Locationwechsel. Schließlich ist der Vermieter der derzeitigen Halle „Forum“ gleichzeitig der Betreiber der CIFF.

Diese Gerüchte dementiert Gallery-Chef Gregersen aber klar: „Ich habe einen Vierjahresvertrag. Den werde ich erfüllen. Die Gallery findet auch nächste Saison im Forum statt.“ Unterdessen haben sowohl CIFF als auch Gallery Pläne zur Exansion im Ausland. Bereits fix ist eine Kooperation der Gallery mit der Shanghai Fashion Week. In deren Rahmen sollen 30 bis 40 skandinavische Labels bereits im Oktober ihre Kollektion auf der Mode Shanghai präsentieren. Und auch Andersen betont: „Wir planen etwas, dabei sind sowohl London, New York als auch Seoul für uns interessant.“

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