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Prada-Store: Hommage an China

Das italienische Modehaus Prada hat seinen Flagship-Store in Shanghai wieder eröffnet. Der runderneuerte Laden im Komplex Plaza 66 erstreckt sich auf drei Etagen und ist eine Hommage an den Künstler Carlos Cruz-Diez. Samt, Marmor und Glas sollen für eine heimelige Atmosphäre sorgen.

Der Store ist in mehrere Salons aufgeteilt. Ein roter Salon ist eine Hommage an China. Die Wände sind mit Jacquard-Stoff bespannt. Die Produkte werden in samtbezogenen Nischen ausgestellt. „Die Boutique in der Plaza 66 ist einer der wichtigsten Touch-Points für die Marke Prada“, teilte das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. „Diese neue Form der Intimität im Retail ist ein Indikator dafür, wie viel Wert Prada auf den chinesischen Kunden legt, und wie anspruchsvoll er geworden ist.“

Weil die chinesische Regierung die Zollkontrollen verschärft hat, und damit das Shoppen im Ausland für die Bürger unattraktiver wird, bemüht sich die Luxusbranche darum, die Verkäufe auf dem chinesischen Festland anzukurbeln. Dazu richten die Unternehmen die Boutiquen stärker auf die lokalen Vorlieben ihrer Klientel aus und senken die Preise.

China und Asien sind für Prada enorm wichtig. Auf die Region Asien-Pazifik entfielen im Geschäftsjahr 2015 mit 1,08 Mrd. Euro rund 35% der direkten Verkäufe des Unternehmens, dessen Gesamtumsatz sich auf 3,55 Mrd. Euro beläuft. Dementsprechend ist Prada von dem Abschwung in China stark betroffen. Im vierten Quartal 2015 verbuchte das Unternehmen einen Rückgang des Nettogewinns um 27% auf 95,8 Mill. Euro. Die operative Gewinnmarge verringerte sich im gleichen Zeitraum von 20,5% auf 13,4%.

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