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Reserved: Hohe Investitionen in Deutschland-Start

Der polnische Filialist Reserved meint es mit seiner Deutschland-Expansion offensichtlich sehr ernst und hat bereits Mietverträge für das Jahr 2016 unterschrieben. Nach dem Start des Online-Shops Anfang Juli eröffnet der erste stationäre Laden hierzulande am 16. September in Recklinghausen im neuen Einkaufszentrum Palais Vest. Keine optimale Lösung, wie CEO Marek Piechocki zugibt.
 
Lieber wäre ihm ein Premieren-Standort in Berlin, Hamburg oder München gewesen. „Aber die Suche nach Locations in den Top-Städten ist schwierig“, sagt er. Doch die sollen sobald wie möglich folgen, möglichst groß, zwischen 1500m² und 4000m². Ein Insider aus der Immobilien-Szene bestätigt: „Bei fast jedem größeren Laden in den Metropolen, über den derzeit verhandelt wird, ist auch Reserved im Rennen. Die geben richtig Gas.“
 
Nach Recklinghausen starten bis Ende des Jahres drei weitere Stores: im Oktober in Stuttgart (Milaneo) und Bremen (Weserpark), im November in der Ernst-August-Galerie in Hannover. 2015 sollen etwa zehn Läden eröffnen, einige Mietverträge seien bereits unterzeichnet. Und sogar für 2016 steht eine weitere Filiale in der Großen Packhofstraße in Hannover fest.
 
Piechocki betont die hohen Investitionen in die Deutschland-Expansion. Allein für dieses Jahr schätzt er sie auf 20 Mill. Euro. Reserved betreibt für den Markteintritt besondere Anstrengungen. Normalerweise wird die gesamte Ware in Kartons an die Filialen geliefert. Für den deutschen Markt jedoch wird rund ein Viertel der Produkte nach der Anlieferung im Logistikzentrum in Polen aufgefrischt und anschließend auf Bügeln versandt. Ein Tribut an den immensen Wettbewerb in Deutschland und den hohen Qualitätsanspruch der Deutschen, heißt es.
 
Reserved ist Teil der 1995 gegründeten LPP-Gruppe aus Danzig. Das Unternehmen gehört zu den dynamischsten osteuropäischen Modefilialisten und betreibt über 1500 Filialen fünf verschiedener Formate in elf Ländern. Reserved ist das mit Abstand wichtigste Filialkonzept und sieht sich eigenen Angaben zufolge vor allem im Wettbewerb mit H&M und Zara.
 
Einen ausführlichen Bericht über Reserved, die LPP-Gruppe und die Pläne in Deutschland lesen Sie in der aktuellen TextilWirtschaft auf dem iPad oder in der Printausgabe.

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