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Unternehmen

Retouren-Problematik im Fokus

Wie lassen sich Retouren ökologisch gestalten, wie können Versandunternehmen die dadurch entstehenden Kosten senken und welche Strategien gibt es, um die Rücklaufquote minimal zu halten – das waren einige der Themen, die am Donnerstag beim Textillogistikkongress 2012 intensiv beleuchtet wurden. Auf der Veranstaltung, die die TextilWirtschaft und die Deutsche Logistik-Zeitung organisiert hatten, brachte Referent Wolf-Rüdiger Bretzke von Barkawi in München das Problem auf den Punkt: „Früher lautet die Reihenfolge wählen – prüfen – kaufen, heute lautet sie wählen – kaufen – prüfen. Retouren ersetzen die Anprobe.“

Die Retourenquote von Textilien und Schuhen liege im Versandhandel bei 50 bis 80%, Online-Shops wie Zalando, die die Ware kostenlos verschicken, machen das Thema in der Branche aktueller denn je. „Zehn bis zwölf Euro kostet die Unternehmen ein zurückgesendetes Paktet“, sagte Referentin Nina Ehrenberg von Cepras in Hamburg. Sie zeigte den 160 Teilnehmern in verschiedenen Beispielen aus der Praxis, wie Retouren gesenkt werden können: So will der Versandhändler Bonprix die Rücklaufquote niedrig halten, indem Kunden, die ihre Ware nicht zurücksenden, 3 Euro Rabatt auf ihren Einkauf bekommen.

Andreas Stockert, Berater bei Roland Berger Strategy Consultants und früherer Hugo Boss-Vorstand, machte in seinem Vortrag fünf Trends in der Beschaffungs- und Distributionslogistik aus. Dass die Gesellschaft längst nicht nur in Deutschland immer älter werde, dürfe der Handel nicht ignorieren: „Die Sortimente müssen angepasst werden, ebenso das Ladendesign, beispielsweise mit besser lesbaren Etikettierungen, und wir brauchen neue POS – wir müssen in die Alten- und Pflegeheime.“ Andere Entwicklungen seien das Qualitätsbewusstsein jüngerer Kunden und ein weltweiter Mindestlohn: „Die Zeit der Billigklamotten ist vorbei!“

In weiteren Vorträgen stellte Walbusch-Geschäftsführer Christian Busch die automatische Lagerung von Hängeware vor, und Netrada-CEO Joachim Reinhardt betonte, dass es kein Patentrezept für die Internationalisierung eines Webshops gibt: „Der Markt muss unternehmensindividuell bewertet werden.“ Weitere Referenten waren Günther Jocher von Group7 und Stephan Künz von Blutsgeschwister, die dem Erfolg von Blutsgeschwister auf den Grund gingen, und Achim Berg von McKinsey, der über Sourcing in Bangladesh referierte.

Wie lassen sich Retouren ökologisch gestalten, wie können Versandunternehmen die dadurch entstehenden Kosten senken und welche Strategien gibt es, um

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