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Simon Property Group: Daten und Fakten

Die Kaufhof-Übernahme durch die Hudson’s Bay Company (HBC) verschafft auch dem US-Immobilienkonzern Simon Property Group (SPG) ein starkes Standbein auf dem deutschen Markt: HBC gliedert 43 der 59 erworbenen Warenhausimmobilien an ein Joint Venture aus, an dem wiederum die SPG beteiligt ist. Ähnlich sind beide Parteien bereits bei Saks Fifth Avenue in den USA verbunden.
 
Die SPG mit Sitz in Indianapolis ist einer der weltweiten Marktführer im Geschäft mit Handelsimmobilien. Allein in den USA zählen 207 Einkaufszentren zu ihrem Imperium, das sich in drei wesentliche Geschäftsfelder aufteilt: klassische Malls (109), Outlet-Center unter dem Label Premium Outlets (68) und kombinierte Mall-Outlet-Fachmarkt-Center unter dem Namen Mills (13). Zu den Perlen im Portfolio zählen Arizona Mils in Phoenix, die King of Prussia-Mall in Philadelphia, Park Village in Fort Worth/Texas und Jersey Gardens in Elizabeth/New Jersey. Auch das weltgrößte Outlet-Center Woodbury Common in New York gehört der SPG. In den meisten Fällen ist die Gruppe nicht nur Betreiber sondern auch alleiniger Immobilieneigentümer, ansonsten fast immer zumindest Teileigentümer.
 
Während besonders in den USA viele Shopping-Center wegen eines Überangebots an Verkausfläche und wegen des Online-Booms unter hohen Leerstandsquoten leiden, konnte sich die SPG nicht zuletzt aufgrund ihrer Marktmacht dem Trend bislang entziehen. Ihre Einkaufszentren sind zu 98% vermietet.

Die Amerikaner haben früh den Outlet-Boom erkannt und den Großteil der 710 Mill. Dollar Investitionen in den letzten vier Jahren in den Bau von FOCs gesteckt. Aktuell sind vier neue Outlets in der Pipeline. Ein neues Full Price-Center soll erst 2017 nach langer Pause eröffnen: The Shops at Clearfork in Fort Worth/Texas. Ankermieter wird der Premium-Warenhausfilialist Neiman Marcus sein.

In ihrem Auslandsgeschäft konzentriert sich die SPG vor allem auf die Outlet-Sparte und führt 16 FOCs in folgenden Märkten: Japan (9), Südkorea (3), Kanada (2), Mexiko (1) und Malaysia (1). Anteile hält der Konzern über ein Joint Venture auch an Outlet-Centern der McArthurGlen-Gruppe, unter anderem im holländischen Roermond und im österreichischen Parndorf. Außerdem sind die Amerikaner mit 13,3% an dem FOC-Spezialisten Value Retail (u.a. Wertheim und Ingolstadt) beteiligt. Die SPG ist über eine weitere Beteiligung in Deutschland vertreten: Ihr gehören rund ein Fünftel des französischen Immobilienspezialisten Klépierre, der auch über fünf Center hierzulande verfügt: Boulevard Berlin, Centrum-Galerie Dresden, Forum Duisburg, Königsgalerie Duisburg und Arneken-Galerie Hildesheim.

Die SPG blickt auf ein wirtschaftlich höchst erfolgreiches Jahr 2014 zurück: Der Umsatz erhöhte sich um 7,2% auf 4,87 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 1,14 Mrd. Dollar. Der durchschnittliche Umsatz pro Quadratmeter in den Einkaufszentren lag im vergangenen Jahr bei 6654 Dollar.

Die Gruppe ist börsennotiert. Sie verfügt über eine Marktkapitalisierung von 69 Mrd. Dollar und ist damit vergleichbar mit Unternehmen wie Ebay, Starbucks und UPS. 2014 bescherte die SPG ihren Aktionären eine Aktienrendite von 31%.
Immer noch maßgeblicher Gesellschafter ist die Gründerfamilie Simon. Auch an der Spitze des Unternehmens steht mit David Simon als Chairman und CEO ein Familienmitglied.

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