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Store des Tages: Chafor in Qingdao

Von Bayern nach China: Das Münchner Modelabel Chafor zieht es in die chinesischen Millionenstadt Qingdao. Auf 180m² bieten Carmen Reiter und Ferran Andrés Hofer im neu eröffneten Luxus-Shoppingcenter „Inzone Shopping Mall“ ihre Womens- und Menswear sowie Accessoires in einem Monolabel-Store an. Das Ambiente: edel, freundlich und offen – weil im Storedesign als Materialien überwiegend Glas und Spiegel zum Einsatz kommen und sich einige Wände durch angebrachte weiß lackierte Holzkassetten abheben (Architektur: Arnold/Werner, München). Auf den aufgehängten LCD-Displays sind Bilder der aktuellen Kollektion zu sehen. Weitere Schmankerl: die Kaffee- und Champagnerbar sowie ein Made-to-Measure-Bereich. Damit orientiert sich der chinesische Chafor-Store an dem Münchner Laden, der im November 2013 am Marienplatz auf zwei Etagen und rund 150m² eröffnet wurde. Im Jahr 2014 startete dann der eigene Webshop.

Mit rund 800 Euro für elegante Kleider aus französischer Spitze, Lederjacken für 900 Euro, Bomberjacken für rund 800 Euro, Seidenblusen für 200 bis 250 Euro und Leinen-Hemden für 200 Euro richtet sich das Label an eine zahlungskräftige Klientel mit Vorliebe für eine klassisch-minimalistische Schnittführung. Dass Carmen Reiter und Ferran Andrés Hofer ihren zweiten Laden nicht im Heimatmarkt eröffnen, sondern in China in Kooperation mit Aise Trading, einem Partner vor Ort, begründen sie mit langjährigen, freundschaftlichen Verbindungen zu einflussreichen Wirtschaftsunternehmen in der Shandong-Provinz. Und: „China ist ein großer Wachstumsmarkt und der Begriff Made in Germany hat dort einen ganz anderen, fast religiös verehrten Stellenwert.“ Diesem wollen die Chafor-Macher gerecht werden und kommunizieren, dass die Kollektion zu fairen Konditionen in Deutschland, insbesondere in Bayern, in Zusammenarbeit mit alteingesessenen Schneidermeisterinnen gefertigt werden. Zudem achteten sie bei der Auswahl der Stoffe, die vor allem aus Österreich, Frankreich, Spanien und Italien bezogen werden, auf eine nachhaltige, ethisch einwandfreie Herstellungsweise.

In Deutschland konzentriert sich Chafor bisher auf den direkten Vertrieb – über den eigenen Laden oder Webshop. Doch auch das wollen die Geschäftsführer ändern: Aktuell ist der Aufbau eines zusätzlichen europäischen Vertriebsnetzes geplant, heißt es. Das Unternehmen stehe dazu in Verhandlungen.

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