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Store des Tages: Modehaus Kolossa

Erst Fluch, dann Segen: Früher hätte Jörg Kolossa in der Filiale im niedersächsischen Wunstorf gerne große Flächen bespielt, was an dem Standort nahe Hannover nicht möglich war. Die Wunstorfer Filiale befindet sich in zwei nebeneinander liegenden Häusern, die wegen eines unterirdischen Bachs lediglich über die erste Etage miteinander verbunden sein können – und so verteilt sich die 1015m² große Verkaufsfläche auf vier verschiedene Flächen. „Heute ärgern wir uns nicht mehr, dass eine weitläufige Fläche fehlt, sondern sehen das ganz anders“, sagt Kolossa, „viel Fläche zu haben, ist nicht alles. Stattdessen muss sie besonders sein.“
 
Mit einem Umbau auf allen vier Etagen hat der Inhaber nun an Konzept und Design der vier Flächen gearbeitet. Der Anteil der Menswear am gesamten Sortiment wurde deutlich reduziert. Statt auf zwei Etagen á 350m² befinden sich Casualwear und Konfektion von klassischen Anbietern (u.a. Brax, Benvenuto, Camel active) und Contemporary Labels (u.a. Boss Orange, G-Star) auf einer Etage. „Männer schätzen es, alles komprimiert auf einer Etage zu finden“, sagt Kolossa, „Frauen dagegen gehen lieber auf Entdeckungstour“. Deshalb nimmt die DOB künftig drei statt zwei Etagen ein und soll verschiedene Kundinnen ansprechen: Neben der klassischen Gerry Weber-Kundin und der „Modern Woman“, die Marc O’ Polo und Comma CI bei Kolossa find, will das Geschäft jetzt auch Premium-Käuferrinnen ansprechen, u.a. mit Kollektionen von Barbara Becker, Parajumpers, Please Jeans und einigen Produktspezialisten.
 
Auf Marken-Shops hat Kolossa bewusst verzichtet, um einen „individuellen Touch“ auf die Fläche zu bringen, wie der Inhaber sagt. Ausnahme: Shops von Marc O’ Polo und Opus. Viele Möbelstücke wurden umgearbeitet. Zum Beispiel wurden Tische mit Jute oder Leder überzogen, ein alter Schreibtisch aus dem Keller ausgegraben und an den Wänden 80 Jahre altes Scheunenholz und alte Türen eingebaut (Gestaltung: Kranz Interior Design, Nagold). Multilabel-Flächen und eine Schuhinsel mit Modellen von Tamaris brechen die Flächen, die einer Marke gewidmet sind, auf. Neu ist neben der LED-Beleuchtung ein Lounge-Bereich mit Bar. Ziel: „Kolossa soll in Wunstorf ein zweites Wohnzimmer sein“, so der Inhaber.
 
Neben der Filiale in Wunstorf gehören ein Geschäft in Verden (500m² auf zwei Etagen) und das Stammhaus in Nienburg (2500m² auf vier Etagen) zum Modeunternehmen.

Erst Fluch, dann Segen: Früher hätte Jörg Kolossa in der Filiale im niedersächsischen Wunstorf gerne große Flächen bespielt, was an dem Standort nahe

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