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Store des Tages: Viu in Frankfurt

Grüezi Züri. Auf der Friedensstraße 5 in Frankfurt hat das Schweizer Eyewear-Konzept Viu nach Berlin, Köln, München, Hamburg und Stuttgart seinen mittlerweile sechsten deutschen Store eröffnet: Korrektur- und Sonnenbrillen so weit das Auge reicht. Unter 35 Modellen in jeweils fünf bis sechs Farbstellungen können Kundinnen und Kunden derzeit auswählen. Und es werden stetig mehr. Immer wieder gibt es Kollaborationen mit anderen Kreativen wie En Soie, Malaika Raiss und zuletzt Saskia Diez (Verkaufsstart im Juni), aus denen limitierte und nicht-limitierte Brillen hervorgehen, und gerade tüfteln die Macher an Gestellen aus japanischem Titan. Sie sollen im Juni in die Läden kommen und nicht teurer als 300 Euro sein.

Ohnehin ist es das Credo von Viu, dass zeitgemäße, qualitativ hochwertige Eyewear nicht gleich in die Hunderte gehen muss. So kosten Sun Shades um 150 Euro, eine Korrekturfassung mit superentspiegelten Gläsern von Optiswiss 165 Euro. Gleichtsichtbrillen liegen bei 335 bis 665 Euro. Damit bewegt sich Viu geschickt zwischen Mitbewerbern wie Ace & Tate (günstiger) und Mister Spex (nur online). Dass sich die Schweizer so preisattraktiv positionieren können, liegt zum einen an dem schlanken, vertikalen Geschäftsmodell: Mit den Produzenten, zum Beispiel in Italien, wird direkt zusammengearbeitet, Zwischenhändler entfallen. Darüber hinaus befinden sich die Stores in den Innenstädten meist in Triple-A-Lage – wie etwa in Frankfurt. Von den Einkaufsstraßen Zeil, Goethestraße und Fressgass liegt Viu nur wenige Gehminuten entfernt. Und schließlich befeuern sich Off- und Online-Geschäft gegenseitig.

Die Geschichte von Viu hat 2013 online angefangen. Den „Try at home“-Service – Kunden können sich zum Anprobieren vier Modelle kostenfrei nach Hause schicken lassen – gibt es seit Anbeginn, viele Kunden kommen danach in einen Store, um dort noch mehr anzuprobieren. „Noch immer werden Korrekturbrillen zu 96% offline geshoppt“, sagt Kilian Wagner, einer der fünf Gründer. 2014 sperrte er mit vier weiteren Gründern den ersten stationären Store in Zürich auf.

Wie in Deutschland gibt es auch in der Schweiz sechs Viu Shops, alle unterschiedlich groß, alle mit eigenem Charakter, außerdem 20 Shop-in-Shops bei Partnern, in Frankfurt etwa bei Uebervart, dem „Concept-Store für Männer“. Das Berner Geschäft ist mit insgesamt 42 m² das kleinste, Frankfurt mit 120 m² Verkaufsfläche und 20 m² Back-Office derzeit das größte. Weitere Eröffnungen stehen bereits auf der Agenda: Wien (Neubaugasse) im Juni, Düsseldorf im Juli, Leipzig im August.

Alleine die Brillenwände, CNC-gefräste Platten, sind gemeinsamer USP aller Standorte. Im neuen Frankfurter Store sind sie aus schwarzem MDF. Überhaupt ist das Frankfurter Interieur etwas rougher gehalten, passend zur Kühle der Stadt, in Schwarz/Weiß. Und: Erstmals wurde hier das Partner-Konzept „Viu in good Company“ umgesetzt, das den Laden kurzerhand zum Concept-Store macht. Neben den Brillen werden hier auch die Taschen des ebenfalls aus der Schweiz stammenden Labels Qwstion verkauft. Hinter ihm steht unter anderem Fabrice Aeberhard, der nicht nur einer der Co-Founder von Viu ist, sondern als Creative Director auch für die Designs der Brillen verantwortlich zeichnet.

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