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Unternehmen

Zalando will IPO-Erlöse in Technik investieren

Der Online-Modehändler Zalando hat an seinem ersten Börsentag rund 600 Mill. Euro eingenommen. Der erste Kurs der Neuemission lag am Mittwochmorgen bei bei 24,10 Euro und damit um 12% über den Emissionspreis von 21,50. Allerdings war die Z-Aktie vorbörslich bis zu 30% über dem Ausgabepreis gehandelt worden. Nach einer Achterbahnfahrt fiel der Kurs in einem allgemein schwachen Marktumfeld bis 17 Uhr auf 21,60 Euro und damit nur wenig über dem Emissionspreis. 

Geschäftsführer David Schneider will die Einnahmen aus dem Börsengang vorrangig in die IT des Berliner Unternehmens stecken. „Wir haben nicht den Drang, sofort Geld auszugeben. Aber wir werden auf jeden Fall in den Technologie-Bereich investieren. Dort wollen wir Innovationen treiben“, sagt der Zalando-Gründer, der auf der Suche nach neuen Ideen für die Online-Präsentation von Mode verstärkt die E-Commerce-Märkte in den USA und China unter die Lupe nehmen will. „Dort kann man sich vielleicht auch das eine oder andere interessante Unternehmen anschauen.“ Im Fokus stünden aber nicht „große Mergers oder Übernahmen“, auch nicht in den europäischen Kernmärkten. „Wir wollen eher ein paar gute Ideen reinholen.“ Co-Geschäftsführer Rubin Ritter hatte bereits Mitte September mitgeteilt, dass sich die Führungsspitze die Übernahme von Technologiefirmen vorstellen könne, die Software für Services wie Bilderkennung, Größenempfehlung und Personalisierung entwickeln.

Die Expansion in weitere europäische Märkte schließt David Schneider vorerst aus, da die Bestandsmärkte noch genügend Wachstumspotenzial böten. Aus diesem Grund stehe auch eine Expansion auf andere Kontinente derzeit nicht zur Debatte. Langfristig sei aber eine weltweite Ausdehnung durchaus möglich. Die Tatsache, dass der einstige Zalando-Haupteigner Rocket Internet bereits Zalando-Klone in Russland, Südost-Asien, Australien, Südamerika, Afrika und Nahost etabliert hat, sei kein Hinderungsgrund. „Wenn wir irgendwo hingehen wollen, gehen wir auch dorthin.“

Die Zalando-Geschäftsführung war zum ersten Börsenauftritt mit 45 Angestellten angereist, die die Deutsche Börse in eine Mischung aus Laufsteg und Logistikzentrum verwandelten. Vor dem Gebäude simulierten zahlreiche Roll-Regale die Kommissionierung von Online-Bestellungen in den Zalando-Lagern. Auf dem Börsenparkett stapelten sich die Zalando-Pakete, sechs Models führten auf einer Treppe Fashion-Items aus der aktuellen TV-Kampagne vor. Abgerundet wurde die Zalando-Kulisse durch mehrere DHL-Boten, deren Kollegen in den ersten Fernsehkampagnen von Zalando noch eine tragende Rolle gespielt hatten. Nach der Verkündigung der Erstnotiz der Z-Aktie schallte der klassische Zalando-Schrei aus den Lautsprechern, und Zalando-Mitarbeiter zündeten mehrere Konfetti-Kanonen. Anschließend läuteten die Geschäftsführer eine große Glocke, die sich natürlich zuvor in einer Zalando-Box befand. Zum Schluss packten die Firmenchefs auf dem Platz vor der Börse zahlreiche Zalando-Pakete.

Der Online-Modehändler Zalando hat an seinem ersten Börsentag rund 600 Mill. Euro eingenommen. Der erste Kurs der Neuemission lag am Mittwochmorgen b

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