Als Alternative sind KfW-Mittel-Anträge online möglich

GMS hilft Kunden beim Verhandeln mit den Hausbanken

"Nach weit über 1000 Telefongesprächen mit rund 500 besonders betroffenen Kunden in ganz Europa stellt sich in Deutschland die Gewährung von KfW Mitteln als der Engpass heraus. Während in den Niederlanden die Tilgungen ohne Anfrage für sechs Monate ausgesetzt werden, gibt es ernsthafte Probleme mit den deutschen Banken bei der Umsetzung des Maßnahmenpakets", teilt der Kölner Schuheinkaufsverbund GMS mit.

So würden sich viele Banken mit fadenscheinigen Begründungen auch bei Kunden mit bester Bonität aus der Pflicht ziehen, kritisiert der Verbund. Stattdessen böten die Hausbanken Kontokorrentkredite zu 7% bis 9% Zinsen oder eigene Betriebsmitteldarlehen zu schlechteren Konditionen.

"So ein Vorgehen halten wir für zutiefst unsolidarisch. Viele Banken nutzen den Liquiditätsdruck im Handel, um Geschäfte zu machen. Es braucht im ersten Schritt keine neuen Bürgschaften, es braucht die schnelle Umsetzung der Regierungsbeschlüsse durch die Banken. Wir werden alles tun was notwendig ist, um unseren Händlern bei der Beantragung der Mittel zu helfen" erklärt GMS-Geschäftsführer Karsten Niehus. Der GMS hat derweil ein Schreiben an die jeweilige Hausbank erstellt, das jeder Fachhändler seiner Bank vorlegen kann. Bei Unklarheiten oder Ablehnung wird danach ein Gespräch durch GMS mit der Hausbank selbst geführt.


Seit vergangenem Freitag bietet der Verbund zudem Online-Verfahren die Beantragung der KfW-Mittel an. Damit hätten Kunden der GMS eine Alternative zur Hausbank und könnten bei positivem Bescheid das beschlossene Hilfspaket der KfW nutzen. Die Antragstellung wird je nach Antragsaufkommen in circa 8 bis 14 Tagen bearbeitet.

"Natürlich ist der Weg zur Hausbank der Beste. Hier gibt es bereits eine Bonitätsbewertung und eine langjährige Verbindung. Wenn sich aber – wie häufig beobachtet – die Hausbank sperrt, dann gibt es ab sofort eine sehr gute und unbürokratische Alternative", so Niehus. 
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