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Ipeker

Tradition trifft Tierwohl


Der Stoff-Hersteller Ipeker hat sich der veganen und nachhaltigen Produktion verschrieben. Auch für die kommende Saison hält er neue Innovationen bereit.


Tradition und textile Innovation. Das verbindet der Stoffproduzent Ipeker aus Bursa, der Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und heute in 4. und 5. Familiengeneration geführt wird. Inzwischen bedient Ipeker mit Geschäftsstellen in Augsburg sowie im italienischen Como mit 20 Vertretern 3000 Kunden in 52 Ländern. Ihsan Ipeker, Leitender Direktor und Vorstandsmitglied, über die Entwicklung und Errungenschaften des Unternehmens.

Herr Ipeker, mit Ihrem Unternehmen sind Sie weltweit der erste Stoffproduzent, der mit dem Gütesiegel V-Label ausgezeichnet wurde. Wie haben Sie das geschafft?

Ihsan Ipeker: Die Europäische Vegetarier-Union hat uns mit dem V-Label ausgezeichnet, weil wir komplett auf tierische Produkte verzichten. Nicht nur die Stoffe selbst, sondern auch die Produktionsschritte sind vegan. Seit 1996 nehmen wir eine wichtige Rolle bei den Kriterien des Öko-Tex-Zertifkats ein, das wir zu 100 % für unser Sortiment übernommen haben. Das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Green-Factory-Nachhaltigkeitsprogramm, das wir seit zehn Jahren in unserem Werk durchführen.

Angefangen hat Ipeker mit der Produktion von Seide. Wann haben Sie entschieden, auf Tierisches zu verzichten?

Es war Stella McCartney, die uns mit ihrer veganen Kollektion inspiriert hat, komplett darauf zu verzichten. Seither investieren wir durch geistige Transformation in die Produktion – und damit in einen veganen Textilprozess.

Worin sehen Sie nun Ihre Stärken?

Wir sind inzwischen der größte Hersteller von veganem Cupro. Dieser Stoff hat eine ähnlich weiche Haptik wie Seide – mit dem Vorteil, dass man Cupro besser waschen kann. Eine weitere Stärke ist, dass mehr als 50% unserer Produkte biologisch abbaubar sind. Wenn man sie bei einer bestimmten Temperatur unter die Erde legt, lösen sie sich innerhalb von drei Monaten auf.

In der vergangenen Wintersaison brachten Sie Techno Velvet auf den Markt. Mit welcher Innovation warten Sie in der anstehenden Frühjahr/Sommer-Saison 2020 auf?

Wir haben vegane Habotai-Seide entwickelt. Das ist die ähnlichste Variante zu Seide, die jemals produziert wurde. Zudem bieten wir viele weitere Stoffe an, darunter Tencel, nachhaltige Viskose und Baumwolle sowie Leinen und recyceltes Polyester. All diese Stoffe können mit Elasthan kombiniert werden, wodurch eine Bandbreite an Multifaser-Produkten entsteht.

Für wen produzieren Sie Ihre Stoffe?

Wir sind eines der wenigen Unternehmen, die sowohl Fast-Fashion-Unternehmen als auch andere Hersteller bedienen, die eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. Unser Kundenportfolio ist groß: Es reicht von Zara bis hin zu Frank Walder.

Mit wem arbeiten Sie in Deutschland außerdem zusammen?

Unter anderem mit Drykorn, Gerry Weber, Rabe, MarcO’Polo, Bianca und Ulla Popken. International gehören auch Maje Paris sowie Armani, Max Mara, Roberto Cavalli, Versace, Adam Selman, Inditex, H&M, M&S, Comptoir Des Cotonniers, American Vintage und Anthropologie zu unseren Kunden. Wichtig ist nur, dass wir nicht auf Kommission produzieren. Wir bieten weltweit unsere eigenen Kollektionen an und haben hierfür ein eigenes Design-Team, in dem inhouse 20 Mitarbeiter beschäftigt sind. In Deutschland haben wir ebenfalls ein Design-Department in Augsburg.

Auf welchen Messen werden die Kollektionen von Ipeker zu sehen sein?
Wir präsentieren sie auf der Munich Fabric Start sowie auf der Premiere Vision in Paris. Auch bei der London Textile, Interfliere Paris, Jitac, LA Textile Show und Gater sind wir vertreten. Alle sind herzlich eingeladen, uns kennenzulernen und sich von unserer neuesten Innovation zu überzeugen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Ipeker: www.ipeker.com

Besuchen Sie Ipeker auf der Munich Fabric Start
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