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Body Positivity wird stärker sichtbar

Asos, H&M und Co. zeigen mehr Models mit normaler Figur

Screenshot Asos.com
Body Positivity: Asos zeigt in seinem Onlineshop ein Model, das im Sitzen ein Bäuchlein hat - so wie die meisten Menschen im echten Leben.
Body Positivity: Asos zeigt in seinem Onlineshop ein Model, das im Sitzen ein Bäuchlein hat - so wie die meisten Menschen im echten Leben.

Body Positivity ist im Trend − das spiegelt sich stärker denn je in der Modewelt wider. In diesem Jahr scheinen besonders viele Labels auf Diversität in Onlineshops und Katalogen zu setzen. Unter anderem präsentieren Asos und H&M Bademode an Models mit ganz unterschiedlichen Figuren und verzichten auf Photoshop-Retusche − und das längst nicht mehr nur bei Plus-Size-Linien.

Asos Madeleine Model im Sitzen

Ein Vorreiter in Sachen Vielfalt und Natürlichkeit bei der Modepräsentation ist Asos. Bereits 2017 kündigte der britische Onlinehändler an, die Figuren seiner Models nicht mehr zu retuschieren. Seither sah man auf den Fotos im Onlineshop auch mal Dellen, Cellulite und Dehnungsstreifen an den Körpern, wenn man nach Unterwäsche oder Bademode suchte.

Body Positivity: Diese Unternehmen setzten bei der Inszenierung von Bademode auf Natürlichkeit

Jetzt geht Asos diesen Weg weiter und lässt die Models realitätsnah posieren. Das kalifornische Model Coralyn Moran sitzt in einem rosa Bikini von Monki auf einem Stuhl und winkelt ein Bein an - so kommen trotz schlankem Körper kleine Pölsterchen am Bauch zum Vorschein. In den sozialen Netzwerken wird Asos dafür gefeiert: Eine Twitternutzerin teilte die Bilder aus dem Onlineshop und bekam für ihr Posting über 62.000 Likes, 17.000 Shares und 106 Kommentare.

Anbieter von H&M bis Hollister ändern ihre Bildsprache

Auch H&M setzt seit letztem Jahr auf mehr Vielfalt. Für den Sommerkatalog 2018 wurde die Bademode sowohl an Models in Größe 36 als auch in Größe 42 fotografiert. Das setzt der schwedische Filialist in diesem Jahr fort und engagierte auch ein Curvy Model.

Sogar Hollister, das zum amerikanischen Unternehmen Abercrombie & Fitch gehört, zählt zu den Labels, die für mehr Ausgewogenheit und Realitätsnähe bei der Kleidungspräsentation sorgen. In der Vergangenheit stand Abercrombie & Fitch so gar nicht für Body Positivity. Der ehemalige Konzernchef Mike Jeffries sagte öffentlich: „Viele Menschen haben in unserer Kleidung nichts zu suchen” - und meinte damit insbesondere Menschen mit ein paar Kilos zu viel. Zudem stand das Unternehmen mehrmals im Zusammenhang mit Rassismusvorwürfen in der Kritik. Ende 2014 verließ Jeffries den Konzern − seither versucht sich Abercrombie an der Trendwende.

Seit einiger Zeit bekommt auch Victoria's Secret − bisher fast ein Gattungsbegriff für das Propagieren unrealistischer Köper-Ideale − den Druck der Kundinnen zu spüren. Sinkende Erträge und Personal-Abgänge lassen die zu L Brands gehörende Marke nicht zur Ruhe kommen. Jetzt soll das Angebot näher an den Kunden ausgerichtet werden. Ein erster möglicher Hinweis darauf, dass die US-Marke sich einem entspannteren Körperbild öffnet, könnte ein Instagram-Post vom 15. März dieses Jahres sein, auf dem das Model Barbara Palvin posiert und immerhin auch ohne den sonst omnipräsenten Sixpack der „Angels” auskommt.

Victoria's Secret

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Is it Friday yet? We’ll wait.

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Den Followern scheint es zu gefallen: Der Post kommt inzwischen auf über 800.000 Likes liegt damit vor allen anderen jüngsten Beiträgen auf dem Kanal der Wäschemarke.

Eine wichtige Rolle bei der Body-Positivity-Entwicklung spielt Dove. Das Kosmetikunternehmen setzt seit 2004 mit seiner Kampagne „Real Beauty” ein Zeichen für Akzeptanz und Unperfektheit. Dafür arbeitet die Marke mit Frauen aller Körpermaße zusammen und führte ein „Kein Photoshop”-Siegel ein.
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