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Aufreger frühe Reduzierungen

„Jetzt Sale − das ist das Aus für uns alle”

Die Corona-Krise wirft Pricing-Strategien über den Haufen. Jetzt flattern die ersten Sale-Angebote vor allem durchs Netz. Und sorgen bei vielen Händlern für Unmut.

Die Emotionen kochen derzeit an allen Ecken hoch. Kaum sind die Läden aufgrund der Corona-Pandemie  geschlossen, reagieren viele Händler besonders sensibel. Die ersten Sale-Newsletter von Online-Playern, gleich ob Pure-Player oder Multichannel-Anbieter, sorgen für Empörung im Kreis der Wettbewerber.

„Wenn wir jetzt Sale machen, dann ist das das Aus für uns alle. Wir dürfen die neue Ware jetzt nicht verhauen”, sagt etwa Birgit Engel vom gleichnamigen Geschäft in München und spricht damit vielen aus der Seele.

So erklärt auch Tobias Viehoff, der in Münster einen Closed- und einen Marc O'Polo-Store betreibt: „Wir sind gut in die Saison gestartet. Wir haben super Ware in den Läden. Die wird jetzt ja nicht schlecht. Wir müssen auch, wenn wir die Läden wieder öffnen dürfen, überlegen, wie wir gemeinsam den Sale nach hinten schieben und die Saison verlängern können.” Viele hoffen jetzt auf Besonnenheit, Kooperation und Einigkeit über alle Kanäle und Stufen hinweg. Da gilt frühzeitiger Sale als das falsche Signal.
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