Auswirkungen auf weltweiten Verbrauch nicht abschätzbar

Corona setzt Baumwollpreise unter Druck

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Die Baumwollbestände gehen weltweit weiter nach unten.
Die Baumwollbestände gehen weltweit weiter nach unten.

Die Preise für Baumwolle sind in einem stetigen Abwärtstrend. Die New York Cotton Futures sind von Anfang März bis heute auf unter 60 Cents/lb gefallen. Zu Beginn des Jahres lagen sie bei 70 Cents/lb. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat als Folge der  Auswirkungen von Covid-19 auf alle Länder seine Schätzungen über den weltweiten Baumwollverbrauch gesenkt. Die noch immer hohe Produktion führe daher zwangsläufig zu Überhängen bei den Jahresbeständen, heißt es. Das dürfte dann auch Auswirkungen auf die Baumwollproduktion in der kommenden Saison haben.


Für die fast abgeschlossene Saison 2019/20 wird ein Rückgang der weltweiten Baumwollbestände um 1% auf 18 Millionen Tonnen prognostiziert. Das Volumen entspricht rund zwei Dritteln des weltweiten Verbrauchs in dieser Saison. Es wäre demnach die fünfte Saison in Folge, in der die weltweiten Bestände schrumpfen.

China wird, so die Schätzungen, seine Bestände auf 8,4 Millionen Tonnen senken, ein Minus von 5,5%. Der Rest der Welt werde nur noch 9,6 Millionen Tonnen Baumwolle abnehmen. 3% weniger als in der Saison zuvor.

Die Prognosen für die Reduzierung basieren allerdings auf der Annahme, dass die weltweite Verarbeitung stabil bleibt und die Produktion von Baumwolle um 1% zulegt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in diesen Hochrechnungen noch nicht berücksichtigt.

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