Berliner Flaggschiff öffnet 800m²

Restart im Lafayette: "Die Kunden sind vorsichtig, haben aber Lust zu kaufen"

Galeries Lafayette
Am Eingang des Berliner Lafayetts stehen Desinfektionsmittel für Kunden und Mitarbeiter bereit.
Am Eingang des Berliner Lafayetts stehen Desinfektionsmittel für Kunden und Mitarbeiter bereit.

Die Berliner Filiale des französischen Kaufhaus-Konzerns Galeries Lafayette hat seit Montag das Erdgeschoss wieder geöffnet. Damit starten die Bereiche Gourmet, Bücher, Accessoires und Beauty. Für Wünsche aus der Fashion-Abteilung stehen Personal Shopper bereit. Gerade erst hat CEO Nicolas Houzé angekündigt, für die Gruppe mit Verlusten in Milliardenhöhe zu rechnen. In Berlin immerhin spricht Geschäftsleiter Philippe Hugot von einem guten Auftakt zum Restart auf verkleinerter Fläche.

TextilWirtschaft: Wie lief der Start?
Philippe Hugot: Wir sind absolut zufrieden. Für den ersten Tag hatten wir keine großen Erwartungen, da wir nicht wussten, was auf uns zukommen wird. Wir haben uns über jeden Kunden gefreut und gehen davon aus, dass wir in den kommenden Tagen noch mehr Kunden begrüßen können, wenn sich die Öffnung des Geschäftes weiter herumgesprochen hat.

Welche Kunden kommen und was kaufen Sie vor allem?
Viele Bestkunden, Kunden aus der Nachbarschaft und Spaziergänger. Größtenteils kommen die Kunden aufgrund der Gourmetabteilung und kaufen hier auch recht viel. Aber auch die Sommer-Accessoires, besonders die Sonnenbrillen, sind sehr beliebt. Die Kunden sind sehr vorsichtig, haben aber auch Lust zu kaufen.

Inwieweit arbeiten Sie mit Rabattierungen?
Aktuell haben wir keine Rabatt-Aktionen geplant. Wir lassen die kommenden Tage und Wochen auf uns zukommen, schauen was passiert und versuchen dann kurzfristig zu handeln und spezielle Aktionen, unabhängig von Rabatten, umzusetzen.

Gibt es schon eine Nachfrage nach Bekleidung?
Die Nachfrage ist da, aber macht noch nicht den größten Anteil aus.

Wie funktioniert in diesem Bereich Ihr Personal Shopping-Service?
Unsere Personal Shopper bieten zum einen den Service für Produkt mit Auskünften und Bestellung-Möglichkeiten über Email, Telefon oder Social Media. Die Ware wird dann bereitgelegt zur Abholung oder teilweise zum Kunden gesendet. Außerdem gibt es einen Service für die Kunden vor Ort: Die Personal Shopper können aus allen Etagen und Abteilungen des Hauses, die aktuell nicht von Kunden betreten werden dürfen, Produkte holen.

Lafayette: Schutzmaßnahmen zum Restart des Berliner Lafayette



Wie ist die Stimmung unter Ihren Mitarbeitern?
Aktuell haben wir nur eine geringe Fläche von 800m² geöffnet und die Mitarbeiterzahl dem angepasst. Unsere Verkäufer waren hochmotiviert und froh, wieder arbeiten zu können und Kunden zu bedienen. Aufgrund der hohen Sicherheitsmaßnahmen fühlt sich das Team sicher und es gab im Vorfeld keine Unsicherheiten oder Ängste.

Welche Sicherheitsvorkehrungen halten Sie ein?
Es gibt unterschiedliche Ein- und Ausgänge sowie Eingangskontrollen. Beim Betreten des Gebäudes stehen Desinfektionsmittel für Kunden und Mitarbeiter bereit. Die Kassen sind mit Niesschutz-Vorrichtungen und Abstandsmarkierungen von 1,5 Metern ausgestattet. Den Kunden wird empfohlen, bargeldlos zu bezahlen sowie einen Mundschutz zu tragen. Außerdem tragen alle unsere Mitarbeiter einen Mundschutz.
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