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Auch Pinterest führt ein Storys-Feature ein

Pinterest

Snapchat, Instagram, Facebook, Youtube - und jetzt Pinterest: Nachdem zahlreiche Social-Media-Anbieter ein eigenes Storys-Feature eingeführt haben, legt die selbst ernannte Inspirations-Plattform nach. Mit den Story-Pins sollen Pinterest-Nutzer über ihren Account eigene Geschichten erzählen und dabei mehrere Elemente miteinander kombinieren können. Und nicht nur das.

Story Pins sollen die Creator auch unabhängiger vom Internet außerhalb von Pinterest machen - denn die Nutzung ist auch ohne eigene Website möglich. So können die User mit dem neuen Feature ihre visuellen Geschichten über die Kamera-Version direkt auf Pinterest teilen, ohne sie zuvor auf einer Website einstellen zu müssen. Die Storys können dann als Kombination mehrerer Pins erstellt werden, die etwa aus schrittweisen Anleitungen, Voiceovers sowie Bild- und Text-Overlays bestehen.

Einen gewichtigen Unterschied zu den Story-Funktionen anderer Anbieterr gibt es allerdings: Bei Pinterest verschwinden die Beiträge nach 24 Stunden nicht. Das soll es den Nutzern erleichtern, sich eigene Communities aufzubauen.

Ansonsten funktionieren Story-Pins wie alle gewöhnlichen Pinterest-Beiträge auch. Sie können auf Pinnwänden für später gemerkt und nach und nach entdeckt werden. Außerdem werden sie im Homefeed, in der Suche und auf Flächen wie dem Heute-Tab angezeigt. Der Algorithmus soll dafür sorgen, dass die Nutzer die für sie interessantesten Story-Pins über die Suche entdecken können. Die Story Pins werden in den kommenden Monaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeführt. Zudem hat Pinterest die Profile für Content-Creator überarbeitet und sie mit einer Kontakt-Funktion versehen, sodass Fans und Follower ihnen Direktnachrichten schicken können. Zudem wurden durch Reaktions-Vorlagen wie "Gute Idee", "Gefällt mir", "Danke", "Wow" und "Haha" neue Möglichkeiten zur Interaktion geschaffen. Ein neuer Interaktions-Tab soll es den Creatorn außerdem erlauben, auf Bilder in ihren Pins zu reagieren und dadurch einfach mit ihrer Zielgruppe zu interagieren.

Last but not least tut Pinterest noch etwas für die Werbeindustrie und führt neue Analytics-Tools ein. Mit Pin-Statistiken etwa können Pinterest-Creator Metriken wie Impressions und Interaktionen einsehen. Ein überarbeitetes Analytics-Dashboard soll zudem detailliert anzeigen, wie die Inhalte performen und mit welchen Kategorien und Interessen die Zielgruppen am meisten interagieren.Diese Features sind bei den meisten Social-Media-Plattformen gang und gäbe. Doch auch Pinterest, das sich explizit nicht als soziales Netzwerk versteht, werden Analyse-Tools immer wichtiger. Denn auch auf der Bilder-Plattform gibt es immer mehr Kooperationen zwischen Marken und reichweitenstarken Nutzern - und Werbungtreibende haben naturgemäß ein großes Interesse an den Leistungsdaten gemeinsam umgesetzter Kampagnen.

Weltweit hat Pinterest mehr als 400 Millionen Nutzer, 60 Prozent davon sind Frauen. In Deutschland zählt die Plattform 15 Millionen regelmäßige Nutzer. Im 2. Quartal war der Umsatz des Unternehmens um 4 Prozent auf 272 Millionen Dollar gewachsen - davon stammten allerdings nur 41 Millionen aus Märkten außerhalb der USA. ire



Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.net.

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