Black Friday

Der Shopping-Rausch beginnt in Deutschland schon drei Wochen vorher

Imago/Hans Lucas

Am 26. November ist wieder Black Friday, einer der wichtigsten Termine im Online-Shopping Kalender von Händlern und Konsumenten. Die heiße Phase beginnt allerdings schon deutlich früher, wie Criteo in einer Untersuchung ermittelt hat. Das hat Einfluss auf die Werbestrategien der Händler.

Wie der Technologiedienstleister mitteilt, beginnen die Deutschen schon am 2. November, also mehr als drei Wochen vor dem eigentlichen Event, nach Black-Friday-Angeboten zu suchen. Ein Viertel der Kunden benötigt sogar durchschnittlich mehr als acht Wochen vom ersten Touchpoint bis zum Kauf am Black Friday. Das geht aus dem "Festive Season Commerce Report 2021" von Criteo hervor, für den das Unternehmen saisonale Verkaufsdaten sowie Daten aus der ersten Jahreshälfte 2021 von 5.000 Händlern weltweit analysiert hat.

Die hiesigen Shopper:innen sind damit deutlich früher dran als ihre Pendants in anderen Märkten: In den USA etwa, dem Heimatland des Black Friday, beginnt der Weg zum Kauf erst zwei Wochen davor. Auch in Großbritannien (15 Tage vorher) und Frankreich (18 Tage) haben es die Konsument:innen nicht so eilig. Für Händler, die ihre Black-Friday-Deals bewerben wollen, bedeutet das, dass sie eigentlich schon jetzt damit beginnen müssen, um Kund:innen zu werben.

Wer das geschickt anstellt, hat auch die Chance, Menschen anzulocken, die man ansonsten nicht erreichen würde. Laut Criteo bestellen drei Viertel der Black-Friday-Shopper:innen die Produkte in Online-Shops, in denen sie normalerweise nicht einkaufen. Gründe dafür sind überzeugende Angebote (57 Prozent), eine kostenfreie Lieferung (48 Prozent) und exklusive Rabatte (45 Prozent).
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Die größten Umsatzspitzen gibt es noch immer direkt am Black Friday. Im vergangenen Jahr stiegen sie hierzulande im Vergleich zum Oktober um 187 Prozent. Und im Zeitraum vom 1. bis 21. November 2020 kletterten die Black-Friday-Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent an. Die größten Verkaufsanstiege verzeichneten damals Spielwaren (plus 471 Prozent am Black Friday bzw. +268 Prozent am Cyber Monday), Consumer Electronics (plus 401 Prozent bzw. plus 199 Prozent) sowie Mode & Accessoires (plus 203 Prozent).

"Die heißeste Zeit des Jahres – zumindest für den deutschen Online-Handel – liegt vor uns", sagt Corinna Hohenleitner, Managing Director DACH bei Criteo. "Noch nie hat sich so viel so schnell gedreht, noch nie haben wir heißer diskutiert, was wir denn nun vom Weihnachtsgeschäft erwarten können. Lieferkettenengpässe, Shopping aus dem Homeoffice – oder doch Online-Müdigkeit und ein neuer Run auf die stationären Geschäfte? Wir können zwar nicht in die Zukunft blicken, aber die Entwicklungen des Vorjahres geben wertvolle Aufschlüsse darüber, was zu erwarten ist. Und so viel ist sicher: Marketer sollten nicht länger warten, weil es die Konsumenten auch nicht tun."

Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.net.

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