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GlobalData-Prognose

Britische Mode-Retailer erwarten massive Umsatzeinbrüche

Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die britische Modebranche werden massiv sein. In ihrer neuesten Analyse gehen die Marktforscher von GlobalData davon aus, dass Covid-19 dem britischen Einzelhandel in diesem Jahr insgesamt 12,6 Mrd. Pfund (rd. 13,9 Mrd. Euro) Umsatz kosten wird.

Das ist mehr als der Gesamtumsatz, den Aldi im vergangenen Jahr in Großbritannien machte. „Während der Lebensmittelmarkt um 7,1 % wachsen und die schnellste Wachstumsrate seit Jahrzehnten haben wird, werden die Ausgaben für Non-Food um 8,9% zurückgehen,“  sagt Patrick O’Brien,UK Retail Research Director bei GlobalData, „die Auswirkung auf Non-Food wird viel schlimmer sein als in der Finanzkrise von 2009, als die Umsätze um 2,9% fielen. Bekleidung und Schuhe werden am härtesten getroffen sein und einen Umsatzeinbruch von über 20,6% im Vergleich zu 2019 erleben.“

Damit sagt GlobalData einen Umsatzrückgang um 11,1 Mrd. Pfund bei Bekleidung und Schuhen in 2020 voraus. Das entspricht dem Verlust eines Fünftel des Marktwerts und den kombinierten Bekleidungsumsätzen der drei Marktführer Primark, Marks & Spencer und Next. Bekleidung und Schuhe wird der am härtesten getroffene Retail-Sektor sein, weil bei sozialer Distanzierung und Selbstisolierung vieler Menschen der Bedarf und das Interesse an Bekleidung schwindet.

Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die Corona-Pandemie ihren Höhepunkt im kommenden Monat erreicht und die meisten Stores bis Ende Mai geschlossen bleiben. Eine beginnende Erholung der Non-Food-Ausgaben erwartet GlobalData im Juni und geht davon aus, dass vor Oktober nicht mit einem normalen Kaufverhalten zu rechnen ist. Die britischen Bekleidungs- und Schuh-Retailer können die Frühjahrs/Sommer-Saison 2020 abschreiben, so das Fazit von O’Brien.  
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