Britischer Konzern präsentiert neue Ziele des Fashion with Integrity-Programms

Asos will bis 2030 die klimaneutrale Lieferkette

Asos
 Asos will bis 2030 in Sachen CO2-Emmissionen Netto Null erreichen.
Asos will bis 2030 in Sachen CO2-Emmissionen Netto Null erreichen.

Der britische Fast Fashion-Retailer Asos muss sich wohl wie seine Wettbewerber in Schweden, Dänemark, Irland oder Deutschland auch die kritische Nachfrage umweltbewusster Konsumenten und Investoren gefallen lassen, wie nachhaltig das gesamte Geschäftsmodell überhaupt ist. Günstige, schnell wechselnde Mode hat so gar nichts mit Fair Fashion zu tun.

Dennoch schreiben sich H&M, C&A, Primark und Co eine nachhaltigere Produktion und sogar Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität auf ihre Fahnen. Auch Asos präsentiert heute den Investoren die neuen "ambitionierten" Ziele des 2010 gestarteten Nachhaltigkeitsprogrammes "Fashion with Integrity" (FWI). Folgende vier gehören bis 2030 zu den Kernzielen: 
  • Klimaneutralität: Asos will bis 2030 in der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null-Kohlenstoffemissionen erreichen. Bis 2025 soll Net Zero bereits in den direkten operativen Geschäftsbereichen erreicht werden.
  • Kreislaufwirtschaft: Die soll bis 2030 ausgebaut werden. Sämtliche Eigenmarken sowie die Verpackungen sollen aus recycelten oder nachhaltigeren Materialien hergestellt sein. Bis 2023 will der Konzern eine öffentlich zugängliche Kreislaufstrategie definieren, die zirkuläres Design integriert. Außerdem sollen Recycling- und Wiederverwendungsprogramme in Schlüsselmärkten eingeführt werden. 
  • Transparenz: Bis 2030 sollen die Lieferketten bei sämtlichen Eigenmarkenprodukten auf Rohstoffebene abgebildet werden und Kunden Zugang zu allen Nachhaltigkeitsnachweisen bekommen. Drittanbieter-Marken sollen sich bis spätestens 2025 dem Transparenzversprechen und der neuen Ethical Trading-Richtlinie verpflichtet haben. Ab 2023 will Asos zudem jährliche Menschenrechtsstrategie- und Umsetzungsberichte veröffentlichen, die sich auf Vereinigungsfreiheit, Stärkung der Geschlechter, Löhne und moderne Sklaverei konzentrieren, zur unabhängigen Überwachung durch bestehende Partner und externe Kampagnengruppen.
  • Diversität: Bis 2030 sollen mindestens 50% weibliche und über 15% ethnische Minderheiten auf allen Führungsebenen vertreten sein. Die Frauenquote in den Bereichen Technik, Produkt und Wissenschaft soll bei 40% liegen.

"Wir freuen  uns, unser FWI 2030-Programm und unsere ehrgeizigen Ambitionen bekannt zu geben. Während wir unseren Weg zu einem globalen Einzelhändler fortsetzen, werden unsere neuen Ziele sicherstellen, dass wir dies nachhaltig und verantwortungsbewusst tun", erklärt Asos-CEO Nick Beighton.

Und weiter: "Wir können dies nicht allein tun. Wie wir in den letzten zehn Jahren gesehen haben, ist die Zusammenarbeit und das Engagement mit anderen Marken, Organisationen der Zivilgesellschaft und der Regierung entscheidend, um dauerhafte Veränderungen voranzutreiben. Wir werden eng mit unseren Markenpartnern und Lieferanten zusammenarbeiten, und wir werden neue Beziehungen und Partnerschaften schmieden, um den Fortschritt voranzutreiben und neue Lösungen zu entwickeln, um das Erreichen unserer FWI 2030-Ziele zu ermöglichen."


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