BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels fordert gleiches Recht für alle

"Die 800m²-Grenze ist völlig absurd"

BTE
"Aus Wettbewerbsgründen dürfen größere Geschäfte und Warenhäuser keinesfalls weiter diskriminiert werden", fordert BTE Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.
"Aus Wettbewerbsgründen dürfen größere Geschäfte und Warenhäuser keinesfalls weiter diskriminiert werden", fordert BTE Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.

Ab dem 20. April dürfen in den meisten Bundesländern die Modehändler wieder aufmachen, deren Verkaufsfläche nicht größer als 800m² ist und die bestimmte Hygienebedingungen umsetzen. Ungerecht findet der BTE und fordert, dass auch große Häuser ihre Verkaufsflächen verkleinern dürfen, um dann öffnen zu können.

Nach dem wochenlangen Lockdown, verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch die Entscheidung: Ab 20. April dürfen Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäfte wieder eröffnen. Nicht alle Bundesländer ziehen mit und nicht alle Händler profitieren von dieser Regelung. Nur die Läden, deren Verkaufsfläche kleiner als 800m² sind, dürfen unter bestimmten Hygienebedingungen öffnen. „Aus Wettbewerbsgründen dürfen größere Geschäfte und Warenhäuser keinesfalls weiter diskriminiert werden", fordert BTE Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.

Diese Ungleichbehandlung ruft den Unmut von Händler und Verbänden hervor. So klagt Galeria Karstadt Kaufhof gar auf Ladenöffnung. Und auch der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels BTE prangert diese Entscheidung an und fordert, dass es allen größeren Geschäften erlaubt sein muss, die Verkaufsfläche auf die erlaubten 800m² zu verkleinern und dort ihre Kunden zu bedienen.

Nach Ansicht des BTE könnten Unternehmen durch entsprechende Absperrungen bzw. Maßnahmen andere Verkaufsbereiche isolieren und damit Kunden fernhalten. Der BTE ist darüber hinaus der Überzeugung, dass durch eine Teilöffnung eines großen Mode- oder Warenhauses mit mehreren tausend Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche auf lediglich 800m² nicht größere Menschenmassen in die Innenstädte strömen. Pangels: „Bei der Politik gehen anscheinend die Pferde durch, wenn infolge der Lockerungen überfüllte Innenstädte erwartet werden."
Pangels verweist zudem darauf, dass die 800m²-Grenze eine Größe des Bauplanungsrecht ist. „Diese Grenze nunmehr ohne wirkliche Reflektion auf Hygieneaspekte anzusetzen bzw. anzuwenden, entbehrt jeder nachvollziehbaren Grundlage“, so der BTE-Hauptgeschäftsführer.

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