Bund schlägt schrittweises Beenden des Lockdown vor

Kleine Geschäfte könnten ab dem 20. April wieder öffnen

imago images / Christian Thiel
Der Bund will die Corona-Kontaktbeschränkungen verlängern.
Der Bund will die Corona-Kontaktbeschränkungen verlängern.

Der heutige Mittwoch wurde von vielen mit Spannung erwartet: Die Länder stimmen darüber ab, wie es mit den Corona-Kontaktbeschränkungen, Ladenschließungen und Co. in Deutschland weitergehen soll. Medienberichten zufolge schlägt der Bund vor, die Einschränkungen nur langsam und schrittweise zu beenden.

So werfe der Bund in den Raum, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch einmal zu verlängern − mindestens bis zum 3. Mai. Das berichten mehrere Medien mit Bezug auf ein Eckpunktepapier, das am Mittwochvormittag vom Krisenkabinett der Bundesregierung beschlossen werden sollte. Zuerst hatten Bild und die Nachrichtenagentur dpa darüber berichtet. Demnach wurde das Papier in einer Schaltkonferenz von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Länder vorbereitet.

Kleinere Läden könnten den Berichten zufolge schon eher aufatmen. So bringe der Bund in dem Papier Lockerungen in die Diskussion, etwa die Öffnung von Geschäften und Unternehmen. Dem Spiegel zufolge sollen zunächst in einem Stufenmodell alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800m² wieder ihren Betrieb aufnehmen dürfen, wenn sie bestimmte Auflagen zur Hygiene und der maximalen Personenanzahl im Geschäft erfüllen. Unbhängig von der Größe können angeblich Läden wie KfZ- und Fahrradhandel, Buch- und Möbelhandel sowie Telekommunikationsunternehmen öffnen. In früheren Medienberichten war noch die Rede von Geschäften bis 400m², die ab dem 20. April wieder öffnen dürfen. Zu diesem Zeitpunkt hieß es zudem, dass  Geschäfte mit maximal 2500m² ab dem 4. Mai wieder ihre Türen für die Kunden aufschließen dürfen − auch hier solle es Hygieneregeln geben.

Friseurbetriebe sollen ebenfalls ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen, heißt es in den Berichten. Nicht von diesen vom Bund empfohlenen Lockerungen betroffen seien zunächst Gastronomiebetriebe. Das der Zeitung vorliegende Papier sehe erst einmal keine Öffnung von Restaurants und ähnlichen Betrieben vor.

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte bei einer Pressekonferenz am Mittag, dass sich Kanzlerin Merkel am Nachmittag zu einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten zusammenfinde. Anschließend werde eine Pressekonferenz einberufen, um die Beschlüsse zu verkünden. Einen genauen Termin dafür gebe es noch nicht, er sei abhängig von der Dauer der Gespräche.
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