Capri Holding kündigt weitere Maßnahmen an

Mutterkonzern von Michael Kors und Versace kündigt 7000 Mitarbeitern

Capri
Michael Kurs Mutter entlässt 7.000 Mitarbeiter
Michael Kurs Mutter entlässt 7.000 Mitarbeiter

Der Mutterkonzern von Michael Kors, Versace und Jimmy Choo, Capri Holdings Limited, hat weitere Maßnahmen als Reaktion auf die Corona-Pandemie angekündigt. Diese treffen vor allem die Mitarbeiter in den USA hart: Alle 7000 Angestellten der Stores verlieren ihren Job.

"Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Welt und die globale Wirtschaft verändern sich rasch und auf eine Weise, die nicht vorhersehbar waren. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dieser beispiellosen Situation zu begegnen, indem wir Maßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter und zur Erhaltung der finanziellen Flexibilität des Unternehmens ergreifen", kommentiert John D. Idol, Vorsitzender und Chief Executive Officer die neuen Schritte des Unternehmens.


Konkret heißt das nichts anderes als Sparmaßnahmen. Und die treffen vor allem die Mitarbeiter. Seit dem 18. März sind die 7.000 Mitarbeiter der nordamerikanischen Stores von Michael Kors, Versace und Jimmy Choo bereits beurlaubt, mit Wirkung zum 11. April werden alle entlassen. Geplant ist etwa die Hälfte nach dem Shutdown wieder einzustellen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Einzelhandelsgeschäfte in Nordamerika und Europa bis etwa zum 1. Juni 2020 geschlossen bleiben. Kündigungen für die Mitarbeiter in Europa sollen nicht im Raum stehen, es werden für die Zeit staatliche Hilfen und Kurzarbeit beantragt, um die Ausgaben für die Gehaltsabrechnung weiter zu reduzieren.

Das Unternehmen sitzt wie viele andere auch auf riesigen Lagerbeständen angesichts der Filialschließungen in Nordamerika und EMEA. Diese sollen laut Capri reduziert werden, indem man Verpflichtungen reduziert oder aufhebt, Lagerbestände umverteilt und die kommenden Saisons konsolidiert. Einen konkreten Plan gibt es derzeit noch nicht. Das Unternehmen plant weiterhin anfallende Zahlungen und Verpflichtungen zu stunden. Auch die Betriebsausgaben, die das Marketing, geplante Eröffnungen und ähnliche Ausgaben betreffen, werden heruntergefahren. Für das Geschäftsjahr 2021 will Capri auch an den Gehältern schrauben. So soll die jährliche Gesamtbarvergütung des Vorstands des Unternehmens um 50% reduziert werden. Außerdem prüft das Unternehmen Möglichkeiten, die Gesamtgehälter auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Organisation um etwa 20% zu senken. Insgesamt plant Capri eine Verschlankung der Organisation und damit eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl, um zusätzliche Einsparungen bei den Gehältern zu erzielen.

Zusätzlich hat Capri die liquiden Mittel von 900 Millionen US Dollar (rund 825 Mio. Euro), Stand Anfang April, um die verbleibenden 300 Millionen Dollar aus der revolvierenden Kreditfazilität aufgestockt. Auch setzt das Unternehmen die verbleibenden 400 Millionen Dollar im Rahmen seines aktuellen Aktienrückkaufprogramms aus. 

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