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Coach-Mutter setzt Dividende aus und stoppt Aktienrückkäufe

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Coach: Tasche für das Frühjahr 2020
Coach: Tasche für das Frühjahr 2020

Die Unternehmen horten Geld, um die Covid-19-Krise zu meistern. Bestes Beispiel ist die US-Gruppe Tapestry, die nicht länger ihre Aktionäre mit üppigen Summen verwöhnt. Die Tapestry-Läden bleiben derweil weitere zwei Wochen geschlossen. Nur in Asien nicht.

Um für die Covid-19-Krise gewappnet zu sein, päppelt die US-Gruppe Tapestry ihre Kasse auf. Der Konzern, dem die Marken Coach, Stuart Weitzman und Kate Spade gehören, zahlt keine Dividende mehr an die Aktionäre und setzt das Aktienrückkaufprogramm aus. Zudem reizt das Unternehmen seine Kreditlinien aus – und hat sich bereits 700 von 900 Mio. Dollar von den Banken gesichert.

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Der Dividendenstopp gilt ab dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20, das im Juni endet. Das bedeutet, dass Tapestry die für Ende März versprochenen knapp 0,34 Dollar je Aktie noch ausschüttet. Der Stopp der Aktienrückkäufe bedeutet, dass Tapestry 600 Mio. Dollar spart.

Stand Ende 2019 hatte Tapestry 1,2 Mrd. Dollar in der Kasse. „Tapestry kann auf eine 80-jährige Geschichte zurückblicken, in der das Unternehmen erfolgreich Konjunkturzyklen und globalen Krisen widerstanden hat“, sagte Präsident und CEO Jide Zeitlin. Er sprach von einem „Übermaß an Vorsicht“, das Tapestry walten lasse. „Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft.“

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Wie andere Luxusmarken hat die Coronavirus-Krise auch Tapestry hart getroffen. Wegen der Pandemie bleiben die Läden der Gruppe in Europa und Nordamerika weitere zwei Wochen bis zum 10. April geschlossen. In China seien „fast alle“ Stores wieder geöffnet. Das gelte auch für den Rest Asiens, wo allerdings verkürzte Öffnungszeiten gälten, teilte Tapestry mit. Genauere Zahlen wird Tapestry am 30. April präsentieren. Dann werden die Ergebnisse des dritten Quartals vorgestellt.

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