Corona-Krise

HDS/L fordert, Auslieferungen nach hinten zu verschieben

HDS/L
HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert: „Die wichtigste Botschaft lautet: Die Produktion läuft weiter, um den Handel auch in Zukunft pünktlich mit Ware versorgen zu können.“
HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert: „Die wichtigste Botschaft lautet: Die Produktion läuft weiter, um den Handel auch in Zukunft pünktlich mit Ware versorgen zu können.“

Anfang der Woche appellierte die Katag an die Industrie, keine Ware und Rechnungen mehr an die Handelspartner zu verschicken. Und auch Marc O'Polo versichert seinen Kunden, die Auslieferung bis zum 23. April zu stoppen. Jetzt reagiert auch der HDS/L, Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, und ruft im Zuge der Corona-Pandemie zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf.

Keine Stornierungen, aber spätere Auslieferungen und verlängerte Zahlungsfristen. Niemand könne aktuell einschätzen, wie lange diese für Handel und Industrie äußerst schwierige Situation anhalten werde, heißt es in einer Mitteilung des Verbands vom Mittwoch.

"Trotz der widrigen Umstände versichert der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, dass Verband und Mitgliedsunternehmen die Lage fest im Griff haben. Die wichtigste Botschaft lautet: Die Produktion läuft weiter, um den Handel auch in Zukunft pünktlich mit Ware versorgen zu können."

Es verstehe sich jedoch von selbst, dass Stornierungen bestellter Ware nicht möglich seien. Dennoch versuche man, die Interessen des Handels zu berücksichtigen. Die unterstützenden Maßnahmen der Schuh- und Lederwarenhersteller sehen vor, dass auf Wunsch Lieferungen der aktuellen Sommerware zu einem späteren Zeitpunkt versendet und damit auch später in Rechnung gestellt werden. Die daraus entstehende Verlängerung der Zahlungsfristen sollen dem Handel in der aktuell schwierigen Lage mehr Planungssicherheit erlauben und dem Handel dabei helfen, Engpässe bei Logistik und Lagerhaltung zu vermeiden.
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