Corona-Krise pusht Erlöse im ersten Quartal

Amazon: Massives Umsatzplus, aber horrende Kosten

Amazon gilt als einer der größten Corona-Profiteure. Während des Lockdowns bestellten Kunden vermehrt bei dem Online-Konzern, nutzten häufiger Streaming- und Cloud-Services. Daraus resultiert ein Umsatzplus von 26% auf 75 Mrd. Dollar (68,4 Mrd. Euro)  im ersten Quartal. Der operative Gewinn ist dagegen 10% auf rund 4 Mrd. Dollar gesunken.

Das Geschäft im Heimatmarkt USA ist mit 46 Mrd. Dollar der größte Umsatzbringer, wirft allerding nur 1,2 Mrd. Dollar Gewinn ab. Das Geschäft außerhalb Nordamerikas ist traditionell defizitär, in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres mit einem Verlust von 398 Mio. Dollar.


Überdurchschnittlich gut schnitt der Online-Retailer einmal mehr mit Amazon Web Services (AWS) ab, der Sparte rund um Cloud Computing. Hier kletterte der Umsatz um 33% auf 10,2 Mrd. Dollar. AWS zählt zu den profitabelsten Geschäften von Amazon, der Betriebsgewinn stieg im vergangenen Quartal um 38% auf 3,1 Mrd. Dollar. Das entspricht mehr als drei Viertel des konzernweiten Betriebsgewinns.

Für das laufende Quartal hält Konzernchef Jeff Bezos einen Verlust in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar für möglich, prognostiziert er in seinem Investorenbrief. Denn: Amazon werden im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise vorausssichtlich 4 Mrd. Dollar mehr ausgeben müssen – für höhere Löhne, Schutzmaßnahmen für die Belegschaft oder weil die Warenlager wegen der Abstandsregeln weniger effizient betrieben werden können.
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