Corona-Krise: So reagiert der Zara-Mutterkonzern

Inditex zieht die Zügel an

Foto: Inditex
Die Inditex-Zentrale: Im nordspanischen Arteixo arbeiten insgesamt 6000 Mitarbeiter für die Zara-Mutter.
Die Inditex-Zentrale: Im nordspanischen Arteixo arbeiten insgesamt 6000 Mitarbeiter für die Zara-Mutter.

Auch der größte Modehändler der Welt, die spanische Inditex-Gruppe, zieht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung die Zügel an.

Dem Konzern zufolge werden alle Mitarbeiter, die von zuhause arbeiten können, sukzessive ins Homeoffice geschickt. Eine Sprecherin bestätigt der TextilWirtschaft gegenüber einen entsprechenden Artikel von Fashion Network. 


Zu den weiteren Maßnahmen zählen: Das unternehmenseigene Fitness-Studio wurde geschlossen, ein Mitarbeiter-Shuttlebus von La Coruña in die Zentrale nach Arteixo wurde eingestellt und die Öffnungszeiten der Kantine sind ausgedehnt worden, um größere Menschenansammlungen zu umgehen. Inditex-Mitarbeiter dürfen aktuell nicht reisen und andererseits auch keine Besuche von Lieferanten oder Dienstleistern empfangen. „Im Moment befinden sich im Gebäude ausschließlich unsere Mitarbeiter“, so die Sprecherin. 



Am Konzernsitz in Arteixo werden insgesamt 6000 Menschen beschäftigt. Ähnliche Maßnahmen hat der Konzern auch für die Zentralen seiner einzelnen Marken wie Zara, Massimo Dutti und Bershka angeordnet, die sich zum Teil in der Region Barcelona befinden.

Mit großer Spannung blickt die Branche auf den kommenden Mittwoch. Dann werden CEO Carlos Crespo und Executive Chairman Pablo Isla die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019/20 (31. Januar) präsentieren. Erwartet wird auch ein Ausblick und eine Einschätzung der aktuellen Lage rund um das Thema Corona. So wird unter anderem die komplette Schließung der Geschäfte in Italien die Prognose eintrüben. Für Inditex ist Italien mit 390 Läden der fünftwichtigste Markt, deutlich wichtiger zum Beispiel als Deutschland (134 Filialen). Bislang hat sich Inditex mit Aussagen über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise komplett zurückgehalten. Damit dürfte am Mittwoch Schluss sein.

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