Corona-Pandemie

Bund will Kontaktbeschränkungen offenbar bis 5. Juli verlängern

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Die Sonne genießen an der frischen Luft. Auflagen sollen aber nach wie vor eingehalten werden.
Die Sonne genießen an der frischen Luft. Auflagen sollen aber nach wie vor eingehalten werden.

Die Bundesregierung will die Kontaktbeschränkungen offenbar bis 5. Juli verlängern. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Kanzleramts für Beratungen mit den Ländern hervor, die dem Magazin Der Spiegel und der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Dabei sollen aber auch weitere Lockerungen möglich sein.

„Bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen“ und beim "Aufenthalt im öffentlichen Raum“ sollen sich bis zu zehn Menschen oder die Angehörigen zweier Hausstände treffen dürfen, heißt es demnach in dem Papier. Mehr sollen es nicht sein. Ob die Länder dem Vorschlag aus dem Kanzleramt zustimmen, war zunächst nicht klar.


Die Zahl derjenigen, zu denen man Kontakt habe, solle möglichst gering und der Personenkreis möglichst konstant gehalten werden. Das gelte insbesondere für Kinder. Veranstaltungen und Versammlungen, für die eigens ein Hygienekonzept umgesetzt werde, seien davon aber getrennt zu betrachten.

Abstandregel einhalten

Wo die Möglichkeit bestehe sollten private Treffen im Freien abgehalten werden. Die Hygiene- und Abstandsregeln seien auch bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen umzusetzen, so die Forderung des Bunds. Die Zahl der Personen solle dabei „an der Möglichkeit zur Einhaltung der Abstandsregel“ bemessen werden. Zudem sei für ausreichend Belüftung zu sorgen.

Weitere Kontaktbeschränkungen soll es dort geben, wo die „regionale Dynamik im Infektionsgeschehen“ dies erfordere. Ziel sei es dann, den Ausbruch einzudämmen und ein überregionales Infektionsgeschehen zu verhindern.


Die bislang zwischen Bund und Ländern vereinbarten Beschränkungen gelten noch bis zum 5. Juni. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte bereits angekündigt, sich nach diesem Termin weitreichend von den Auflagen lösen zu wollen und diese eher regional anzuwenden, wenn das Infektionsgeschehen es erfordere. Er gab jedoch an, Maßnahmen vom Hygieneplan bis zum Mund-Nasen-Schutz weiterhin für sinnvoll zu halten.

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