Corona-Pandemie: US-Retail im Krisenmodus

PVH schließt Stores in Europa und Nordamerika

Tommy Hilfiger
Tommy Hilfiger Frühjahr/Sommer 2020
Tommy Hilfiger Frühjahr/Sommer 2020

Der US-Bekleidungskonzern PVH, zu dem unter anderem die Marken Tommy Hilfiger, Calvin Klein und Izod gehören, schließt sämtliche Läden in Nordamerika und Europa. Anders sieht die Situation in Asien aus.

Bis einschließlich zum 29. März soll der Shutdown der Läden in Europa und Nordamerika andauern, teilte das Unternehmen aus New York am Dienstag mit. Alle Mitarbeiter der betroffenen Standorte sollen trotz der Schließungen für ihre Schichten in dem Zeitraum im vollen Umfang vergütet werden, so PVH.

Büro-Standorte in den dortigen Regionen will der Konzern jedoch offen halten. Einige Mitarbeiter seien vor Ort um kritische Unternehmensfunktionen aufrecht zu erhalten, die meisten befänden sich aber im Homeoffice, heißt es. Die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie würden laufend neu bewertet. Konsumenten ruft das Unternehmen indes auf, über die jeweiligen Online-Shops der Brands weiter einzukaufen.

"Gesundheit und Sicherheit haben oberste Priorität", sagt Manny Chirico, CEO und Vorstandsvorsitzender von PVH. "Wir befinden uns in einer Lage, die unvorhersebar ist, sich rasend schnell entwickelt und an die wir uns kontinuierlich neu anpassen müssen. Wir danken unseren Partnern und allen Unternehmensangehörigen für ihre Unterstützung. Wir glauben an unsere Widerstandsfähigkeit und daran, dass wir zusammen wieder auf die Beine kommen werden. Wir bitten alle, sich an die Regeln und Hygiene-Vorschriften zu halten", sagt Chirico.

Hoffnungsvoll sieht der Konzern die Lage in der Asien Pazifik-Region, dort hat PVH viele seiner eigenen Stores wieder eröffnet, vielerorts aber noch immer mit beschränkten Öffnungszeiten.

Die Frequenz, die sich mit Blick auf das eigene stationäre Geschäft in den vergangenen Monaten erholt habe, falle im Vergleich zum Vorjahr weiterhin deutlich niedriger aus, so das Unternehmen. Gute Nachrichten aus China, dem Land, das bislang weltweit am stärksten von den Auswirkungen betroffen ist: Dort hat der Konzern seine Büros wieder eröffnet. Offen seien laut Unternehmen auch die Büros in Südkorea und Japan. Die meisten Mitarbeiter würden dort aber immer noch von zu Hause aus arbeiten.
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